BG Göttingen verliert bei den Baskets Bonn 84:92

Deutlöiche Verstärkung: Ian Hummer (am Ball), hier unter dem Bonner Korb, war mit 19 Punkten bester Werfer der BG-Göttingen bei seinem Debüt. Foto: gsd

Bonn. Die BG Göttingen hat das „Karnevalsspiel“ bei den Telekom Baskets Bonn mit 84:92 (34:50) vor 6000 närrischen Zuschauern verloren. Ein starkes Debüt hatte dabei Neuzugang Ian Hummer mit 19 Punkten. Die Veilchen zeigten im Telekom Dome einen beeindruckenden Schlussspurt, gewannen das letzte Viertel mit 26:18, doch die Punkte waren einmal mehr futsch. Zuvor unterliefen der BG zu viele Fehler. „Baskets helau, Heimsieg alaaf“, feierten die Baskets-Fans ihr Team.

Dominik Spohr brachte die Göttinger in Front – das sollte in der gesamten ersten Halbzeit schon die einzige Führung bleiben. Florian Koch, der Sohn von Bayreuths Trainer Michael Koch, punktete zunächst am besten für die Rheinländer, die von ihren verkleideten Fans heftig angefeuert wurden. Nach 3:13 Minuten wechselte BG-Coach Roijakkers zum ersten Mal Neuzugang Ian Hummer ein, der sich gleich mit einem verwandelten Freiwurf einführte und ein Bonner Foul zog. Auch danach machte der US-Boy, der vor dem Wechsel 15:29 Minuten (31:08 insgesamt) auf dem Parkett stand, einen guten Eindruck, zeigte sich sehr wendig und kam in der ersten Halbzeit auf sieben Zähler.

Dennoch zogen die Baskets langsam, aber stetig weg. 125-Kilo-Center Yancy Gates war kaum zu stoppen, zudem gestatteten die BGer den Gastgebern zu viele zweite Chancen (11 Offensiv-Rebounds für Bonn vor der Pause). Und im Angriff versemmelten die Veilchen mehrfach den Ball, vor allem Mathis Mönninghoff vergab dreimal vermeintlich „leichte“ Bälle und zog sich den Zorn von Roijakkers zu. Nach dem 20:11 nach zehn Minuten bauten die Bonner ihren Vorsprung im zweiten Abschnitt auf bis zu 17 Zähler aus. Vorne fielen die Würfe der Göttinger nicht (Beispiel: David Godbold), hinten reagierten sie wiederholt zu spät, um sich den Ball zu sichern. Allein Dominik Spohr kam langsam auf den Dreier-Geschmack – er verwandelte drei Stück in Folge. Auch das Gesamt-Reboundverhältnis von 29:16 nach 20 Minuten sprach eindeutig zugunsten der Baskets.

Nach der Pause erwischte die BG den besseren Start und verkürzte durch einen 9:3-Lauf auf 43:53. Die Bonner schienen in dieser Phase verunsichert, doch auf unter zehn Punkte vermochten die BGer den Rückstand in dieser Phase nicht zu verkürzen. Bei aller Anstrengung konnten sie die Bonner nicht ernsthaft in die Bredouille bringen.

Allein Hummer war der Hammer. Der Neuzugang punktete konstant, hatte nach 30 Minuten 15 Zähler auf seinem Konto und legte im Schlussdurchgang noch nach. Ein gelungener Einstand – im Gegensatz zum Auftritt von Terrell Everett, an dem die Partie vorbeilief. Erst drei Minuten vor Schluss netzte er noch zwei Dreier in Serie ein – nur noch 72:81. Und El-Amin per Dreier zum 75:81. Dreier Everett zum 78:83. Doch was half es: Bonn holte sich den Sieg letztlich an der Freiwurf-Linie, obwohl auch Godbold und Spohr noch weitere Dreier versenkten – und damit insgesamt sechs in der Endphase.

BG: Kulawick 5/davon 1 Dreier, Everett 9/3, Spohr 16/4, Onwuegbuzie, Schwarz, Godbold 4/1, Mönninghoff, Kamp 16, Hummer 19, Boykin, El-Amin 15/1.

Beste Bonner: Koch 15/3, Gates 16, Clarke 22/4, White 14. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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