BG: Guter Rhythmus gegen Rasta, aber auch noch viele Probleme

Erfolgreichster BG-Werfer: Göttingens Darius Carter (am Ball) gegen Vechtas Christian Standhardinger. Im Hintergrund Jesse Sanders (25) und Vechtas Routinier Derrick Allen. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Die BG Göttingen verlor im dritten Test in der S-Arena zum zweiten Mal: Gegen Bundesliga-Aufsteiger und Rückkehrer SC Rasta Vechta gab es eine 75:86 (40:47)-Niederlage. Trotzdem gab es viele gute Aktionen, die weiter Anlass zu Hoffnung geben, dass die Veilchen der Erstliga-Konkurrenz Paroli bieten können.

„Es war ein guter Test“, befand Trainer Johan Roijakkers. „Aber wir hatten zu viele Ballverluste, das hat den Unterschied gemacht.“ 21:14 lautete hier am Ende die Statistik gegen die Veilchen. Roijakkers: „Gegen den Druck des Gegners fehlt uns noch die Erfahrung. Wir haben keinen El-Amin mehr auf dem Feld.“

Zwei „Double-Double“

Dafür aber einen Wirbelwind namens Jesse Sanders. Der Ex-Tübinger präsentierte sich erneut als „Energiebündel“, so Roijakkers. „Er ist der große Motor, kann 35 Minuten spielen.“ Gegen Vechta stand der Blondschopf 31:27 Minuten auf dem „Problem-Parkett“ (wegen Lackschäden). Viele gute Anspiele, die seine Teamgefährten verwerteten, aber auch einige riskante Pässe über die gesamte Zone. 13 Zähler, 12 Assists (ein „Double-Double“) – wächst da der Nachfolger von El-Amin heran?

Übertroffen wurde Sanders nur von Mathis Mönninghoff (35:26 min.), der eine ebenso gute Partie spielte, mehr und mehr Verantwortung als in der vergangenen Saison übernimmt und sich schlicht auch mehr zutraut: 15 Punkte, drei Dreier – da gibt’s nun wirklich ganz wenig zu meckern.

Punktemäßig wurde Mönninghoff nur von Darius Carter überboten. Der „neue Blitz“ überzeugte mit seiner kraftvollen Spielweise und scheint noch gar nicht zu wissen, wie gut er ist – ebenso wie Melsahn Basabe (mit neuer „Kurzhaar“-Frisur in der Sauna-mäßigen S-Arena).

Und auch 2,06 m-Hüne Scott Eatherton knüpfte an den guten Eindruck vom vorletzten Wochenende an. Der lange Blonde setzte sich wieder gegen Vechtas „Big Men“ unterm Korb durch, scorte 14 Zähler und fischte bemerkenswerte elf Rebounds – das zweite „Double-Double“ der Veilchen gegen das Team von Trainer Andreas Wagner, der noch auf seinen letzte Transfer Moses Ehambe verzichtete.

Schwaches zweites Viertel

Die BG also durchaus in einem guten Rhythmus gegen Rasta, wenngleich auch noch längst nicht alles klappte. Nach gutem ersten Viertel verloren die Göttinger im zweiten den Faden, Vechta legte einen 16:4-Lauf hin und ging in Front, unter anderem durch zwei Drei-Punkt-Spiele, denen die BG lange nachlief.

Im dritten Viertel sogar nochmals eine kurzzeitige Göttinger 58:55-Führung, doch im Schlussdurchgang setzte sich Vechta individuell besser noch verdient durch.

BG: Mönninghoff 15/davon 3 Dreier), Sanders 13 (12 Assists), Carter 18/1, Eatherton 14 (11 Rebounds), Williams 4, Schwarz 6/2, Basabe 5, Spohr, Menzel.

Vechtas beste Werfer: Machado 16/2, Allen 13, Standhardinger 11, Buckles 11/1, Gaines 10/2. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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