Heiße Personal-Rochade bei BG: Basabe geht, Waleskowski zurück

Foto-Dokument vom 27. August 2010: Göttingens Adam Waleskowski (10, am Ball) im Testspiel gegen Würzburgs Lee Jeka (hinten, 7) und Chris Heinrich (5). Hinten links Göttingens Dwayne Anderson, hinten rechts Göttingens Christoph Tetzner). Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Bei der BG Göttingen wird es auch in der Saisonvorbereitung nicht langweilig. Am frühen Samstagmorgen überraschten die Veilchen in einer Pressemitteilung von 8.02 Uhr mit einer überraschenden Personal-Rochade: Von Neuzugang Melsahn Basabe trennt sich der Basketball-Bundesligist wieder – dafür kommt mit Adam Waleskowski (33) ein alter Bekannter zurück nach Göttingen.

Den Hintergrund dieser unerwarteten Umbesetzung muss man erklären: Die BG wollte nach dem Ausfall von Andrej Mangold, dessen Operation nach Kreuzbandriss am Donnerstag in Pforzheim gut verlaufen ist, einen neuen Shooting Guard (im Basketball die Position „2“) verpflichten – es sollte ein deutscher Spieler sein. „Doch es war niemand auf dem Markt“, merkte BG-Coach Johan Roijakkers an.

Saison 2010/11 in Göttingen

Also disponierte man um, da Mangold-Ersatz Benas Veikalas, der neue Litauer auf der „2“, eben keinen deutschen Pass hat, Roijakkers aber mit vier deutschen Spielern in der Rotation in die neue Saison starten will. So kam dann Adam Waleskowski, der zuletzt unter Ex-BG-Coach John Patrick in Ludwigsburg spielte, ins Gespräch (HNA berichtete exklusiv).

Der Ex-BGer (30 Spiele für die Veilchen in der Saison 2010/11) hat dagegen einen deutschen Pass, da sein Vater Deutscher ist. Waleskowski spielt aber als Power Forward auf der Position „4“, was das Pech für Melsahn Basabe war, der noch in der Test-Phase („Try-out“) war. „Er ist ein Opfer dieser Konstellation“, sagt Roijakkers. „Ich war mit seiner Leistung sehr zufrieden, aber es war eine geschäftliche Entscheidung.“ Man habe, so der BG-Coach, „die Balance im Team“ wieder herstellen müssen.

Roijakkers: „Waleskowski kennt die Liga und Göttingen und ist sehr erfahren. Außerdem kenne ich ihn schon lange, weil er zur selben Zeit in der Slowakei gespielt hat, in der ich dort Trainer (bei Meister BC Prievidza, d. Red.) war.“

Waleskowski kam nach dem EuroChallenge-Sieg der BG nach Göttingen, war unter John Patrick ein solider Arbeiter, rasselte aber – dem Vernehmen nach – auch mal mit Patrick zusammen. Im Schnitt stand der Golf-Fan 15 Minuten auf dem Parkett bei 8,1 Punkten und 3,4 Rebounds.

Schon 14 Stationen

Mitte 2011 wechselte er nach Limassol (Zypern), spielte danach das Jahr in der Slowakei (Levice, siehe oben) und folgend in Prishtina (Kosovo), wo zuletzt Khalid El-Amin wenige Monate tätig war. Ab Januar 2013 war Waleskowski wieder in Deutschland, spielte mit Düsseldorf in der 2. Liga gegen die BG. Von dort ging’s nach Ludwigsburg, wo ihn John Patrick in 39 Spielen im Schnitt 16 Minuten einsetzte bei 6,6 Punkten und 2,6 Rebounds. Insgesamt hat Waleskowski bereits für 14 Klubs vor allem in Europa gespielt.

„Die Verletzung von Mangold hat unseren Kader total durcheinander gewirbelt“, meinte Roijakkers am Samstag vor der Abfahrt zum Testspiel nach Gießen. „Adam ist jetzt ein guter Ersatz. In Ludwigsburg hat er sich gesteigert.“ Waleskowski wird am Dienstag in Göttingen eintreffen.

Am Samstag bestreitet die BG den vierten öffentlichen Test in Gießen, am Sonntag (17 Uhr, S-Arena) den letzten Heim-Test gegen Holland-Meister Groningen. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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