Basketball-Bundesliga: BG-Fitnesstrainer und Team-Manager Domenik Theodorou im HNA-Interview

„Hummer gibt dem Team Energie“

Kompetenter Fitness-Coach: Domenik Theodorou (hinten) bringt die BG-Spieler auf Trab. Hier zu Saisonbeginn noch Marcus Hatten, der inzwischen wieder für den MBC spielt. Archivfotos:  Jelinek/nh

Göttingen. Von Dienstag bis Samstag vergangener Woche bereitete sich der drei Wochen spielfreie Basketball-Bundesligist BG Göttingen im Trainingslager in Rotenburg auf die verbleibenden 16 Rückrundenspiele vor. Wir sprachen darüber mit BG-Fitness- und Athletiktrainer Domenik Theodorou.

Herr Theodorou, Sie haben das Trainingslager der BG in Rotenburg begleitet. Wie ist es verlaufen?

Theodorou: Der Aufenthalt in Rotenburg hat genau unseren Vorstellungen entsprochen. Wir hatten vor Ort die Möglichkeit für fünf Tage ein bis zweimal täglich auf Parkettboden zu trainieren. Die Bedingungen in der Mehrzweckhalle waren sowohl für unser Basketball- als auch Krafttraining absolut professionell.

Wo lagen die Schwerpunkte?

Theodorou: Natürlich ging es im Trainingslager um die Integration unseres Neuzugangs Ian Hummer. Aber wir wollten die spielfreie Zeit auch dazu nutzen, um unter anderen Trainingsbedingungen trainieren zu können. Außerdem wollten wir als Team vor der bevorstehenden heißen Phase der Saison noch weiter zusammenrücken, um das Saisonziel Klassenerhalt erreichen zu können.

Mit Ian Hummer ist ein neuer Spieler im Team. Was können Sie zu ihm sagen, wie ist sein Fitness-Zustand?

Theodorou: Ian ist super sympathisch und hat sich menschlich bereits bestens im Team integriert. Er verfügt über einen hohen Basketball-IQ, spielt sehr physisch und uneigennützig. Er macht viele kleine Dinge auf dem Spielfeld, die das Team besser machen können. Sein Fitness-Zustand ist einwandfrei. Die ersten Trainingseinheiten waren aufgrund des Jetlags sehr anstrengend für ihn, aber mittlerweile hat er sich an die Trainingsintensität und Zeitumstellung gewöhnt.

Kann Hummer zu einer entscheidenden Verstärkung fürs BG-Team werden?

Theodorou: Definitiv. Er bringt vielleicht kein Gardemaß für einen Spieler unter den Körben mit, verfügt jedoch über die nötige Athletik und Physis, dieses Größendefizit zu kompensieren. Er gibt dem Team viel Energie und besitzt das Potential ein wichtiges Puzzleteil im Kampf um den Klassenerhalt zu sein.

Wie haben sich die anderen Spieler präsentiert? Allen voran Khalid El-Amin als Kopf der Mannschaft?

Theodorou: Khalid ist ein absoluter Vollprofi. In jedem Training reißt er seine Mitspieler mit, gibt wertvolle Tipps und ist stets bemüht die Spieler um sich herum besser zu machen. Nach dem Training ist er zumeist der Erste, der noch eine Extraschicht Krafttraining einlegen möchte. Auch die anderen Spieler haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Jeder ist sich darüber im Klaren, dass es jetzt in die entscheidende Phase der Saison geht.

Das Trainingslager fand statt, um eine ungewöhnliche, dreiwöchige Spielpause mitten in der Saison zu überbrücken. Wie schwer ist es da, den „normalen“ Rhythmus wieder zu bekommen?

Theodorou: Natürlich ist dieser Zustand nicht ideal. Aber wir sind eine Profimannschaft, die es schaffen muss damit umzugehen.

Nach dieser Pause geht es jetzt mit vier Spielen (in Bonn und Crailsheim, gegen Bayreuth und München) in elf Tagen weiter. Worauf kommt es da an?

Theodorou: Wir brauchen ein kurzes Gedächtnis. Wir haben keine Zeit, Siege lange zu feiern oder uns mit eventuellen Niederlagen zu beschäftigen. Wir müssen von Spiel zu Spiel planen und dürfen uns vor allem in der Verteidigung nur wenig Fehler erlauben.

Wie kann ein Spieler innerhalb so kurzer Zeit regenerieren?

Theodorou: Die Trainingsintensität wird bei so vielen Spielen in kurzer Zeit natürlich heruntergefahren. Generell führen wir nach so vielen Begegnungen in Folge Regenerationstraining durch. Außerdem bekommen die Spieler vermehrt Behandlungen von unseren Physiotherapeuten. (gsd)

Von Helmut Anschütz

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