Jubel über ersten Sieg bei der BG Göttingen: So ein Start macht Spaß!

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Ein Sieg zum 33. Geburtstag: Göttingens Neuzugang Benas Veikalas (rechts) wehrt sich mit dem rechten Ellenbogen gegen Hagens Marcel Keßen.

Hagen. „Auswärtssieg, Auswärtssieg!“ 40 Sekunden vor Schluss fingen die mitgereisten Fans in der Enervie-Arena am Hagener Ischeland schon an zu feiern.

Grund dazu hatten die Veilchen-Anhänger allemal: Wenig später war der 84:75 (43:39)-Sieg der BG Göttingen bei Phoenix Hagen perfekt. Erster Erfolg in der neuen Saison in der Basketball-Bundesliga eingetütet, ein ganz wichtiger dazu. „Ich bin sehr zufrieden, aber das Spiel war für die Zuschauer nicht schön anzusehen. Beiden Mannschaften fehlte noch der Rhythmus.“

Egal – die ehemalige „Ischelandhalle“ bleibt ein gutes Pflaster für die Göttinger. Im sechsten Bundesligaspiel bei den Westfalen feierten sie ihren fünften Sieg. Zwar lief noch längst nicht alles rund bei den BGern – aber wie auch nach einer Vorbereitung, in der zuletzt Jesse Sanders und Darius Carter gefehlt hatten.

Veikalas feiert doppelt

„Es war aber eine gute Team-Leistung“, lächelte Benas Veikalas hinterher. Der neue Litauer hatte noch einen Grund, happy zu sein: Er feierte am Spieltag seinen 33. Geburtstag und deutete mit einem abgeklärten, routinierten Auftritt an, wie wichtig seine Erfahrung für die BG werden kann. In vier Jahren in Bonn traf er 284 Dreier, in Hagen legte er nach 14 Minuten den ersten der sechs Göttinger Dreier nach, später seinen zweiten.

Auch der letzte Neuzugang (und Rückkehrer) Adam Waleskowski brachte seine lange Erstliga-Erfahrung ein. 17 Zähler bei seinem BG-Comeback - da kann niemand meckern. Auch nicht über Leon Williams, der nicht nur in der ersten Halbzeit einen beherzten Auftritt hinlegte. So hat man den Niederländer in der Vorbereitung noch nicht gesehen.

In der zweiten Hälfte übernahm dann Jesse Sanders, der maßgeblich zu starken 27 BG-Assists(!) beitrug, dessen guten Part. „So muss das sein!“, lobte Coach Roijakkers. Der sich auch auf Scott Eatherton verlassen konnte! Der neue Center schaffte mit 13 Punkten und zehn Rebounds gleich mal ein „Double-Double“ in seinem ersten Bundesliga-Match. Doch auch Mathis Mönninghoff und Darius Carter warteten mit guten Leistungen auf, die zu weiteren Hoffnungen Anlass geben. Und nicht zu vergessen Dominik Spohr und Malte Schwarz, die ihren Teamkollegen die nötigen Pausen verschafften.

Völlig verrückt: Schon bevor die BG im letzten Viertel auf bis zu 19 Punkte enteilt war, hatten die ersten von dann sechs BGern(!) jeweils vier Fouls auf dem Konto. Roijakkers wechselte jedoch geschickt durch – und kein Göttinger schied vorzeitig aus. Wichtige Fakten für den BG-Sieg auch die 19 Ballverluste der Hagener und deren schwache Freiwurfquote (62 Prozent). Am Ende knickten die Veilchen nicht ein, spielten die Partie souverän herunter. Phoenix-Coach Ingo Freyer: „Die BG gewann zu Recht. Ich habe selten ein so schlechtes Spiel von uns gesehen.“ (gsd)

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