Lern- und Lehrstunde: München nur ein Vorgeschmack für die BG

Schrei, wenn du kannst: Göttingens Mathis Mönninghoff (rechts) und Münchens Bryce Taylor kämpfen verbissen um den Ball. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. Wie soll man diese heftige Pleite der BG gegen München einordnen? Zunächst einmal: Nichts passiert! Dass eine Niederlage gegen den geradezu übermächtigen FC Bayern einkalkuliert werden musste, lag auf der Hand.

Der Euroleague-Starter spielt weiter wie Bamberg (85:45 gegen Tübingen) in einer anderen Gewichtsklasse als die Veilchen. Mit Teams derartigen Kalibers kann sich Göttingen nicht messen. Insofern war’s gegen die Bayern eine Lehr- und Lernstunde. Dennoch feierten die Veilchen-Fans ihr Team nach der Schlusssirene ausgelassen.

„Ich kann nicht unglücklich sein“, meinte Coach Roijakkers. „Wir lernen aus solchen Spielen, sie geben uns Selbstvertrauen.“ Auch BG-Chef Frank Meinertshagen war absolut entspannt: „Bayern hat ein besseres Team als vergangene Saison. Bei uns gefällt mir, dass wir zum Korb gehen, dass wir ohne Angst spielen und mit viel Motivation.“

Eatherton mit Double-Double

„Man of the Match“ aus Göttinger Sicht war nicht zum ersten Mal Scott Eatherton. Der neue 2,06 m-Center scheint ein guter Griff von Roijakkers zu sein. Der Blondschopf schaffte im dritten BBL-Spiel sein zweites „Double-Double“ (zweistellige Statistik-Werte). „Wir haben Bayern in der ersten Halbzeit einen guten Kampf geliefert und den Ball gut nach vorn gebracht. Aber der Ausfall von Benas Veikalas hat uns weh getan.“

Der neue Litauer fehlte wegen Oberschenkelproblemen aus dem Ludwigsburg-Spiel. „Ist aber nichts Schlimmes“, beruhigte Roijakkers nach dem Bayern-Match. „Benas hat uns zweifellos gefehlt. Dennoch hat das streckenweise gut ausgesehen, wie wir gespielt haben. Wir hatten uns auch viel vorgenommen“, meinte BG-Kapitän Dominik Spohr.

„Gegen eine Mannschaft wie Bayern muss alles stimmen, wenn man gewinnen will – und das hat es nicht“, kommentierte Mathis Mönninghoff. „Aber die Münchener haben auch eine Super-Defense gespielt.“ Schwer, sich da immer wieder entscheidend durchzusetzen.

Nicht zufrieden war Coach Roijakkers offensichtlich mit Adam Waleskowski. Im letzten Viertel ließ er den Deutsch-Amerikaner über acht Minuten auf der Bank schmoren, was der Niederländer mit der Plus-Minus-Statistik erklärte: Da stand bei Waleskowski eine -21. Die Werte von Mönninghoff (-29) und Jesse Sanders (-27) waren allerdings noch schlechter.

Für die Veilchen geht’s jetzt hammerhart weiter – da waren die Bayern nur ein Vorgeschmack. Am kommenden Sonntag geht es zu den EWE Baskets Oldenburg, in der folgenden „englischen Woche“ dann am Mittwoch zum vorgezogenen Spiel in Bamberg, ehe mit den Baskets Bonn das Ex-Team von Andrej Mangold und Benas Veikalas zum zweiten Heimspiel der BG am 15. Oktober in Göttingen aufkreuzt. (gsd)

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