Letzte Härtetests in Belgien: BG schon wieder auf Auslandstour

Zuletzt immer zweistellig getroffen: Göttingens neuer US-Center Scott Eatherton (am Ball) im Test gegen Gothas Robert Oehle (rechts) und Max DiLeo. Foto: zje/gsd

Göttingen. Die vorletzte Woche vor dem Start in die dritte Bundesliga-Saison in Folge hat es in sich. Der Terminplan für die BG Göttingen ist straff, viel Zeit zum Verschnaufen bleibt dem Team von Trainer Johan Roijakkers nicht. Am Mittwochmittag sitzen die Veilchen bereits schon wieder im Bus und fahren nach Charleroi in Belgien. Das zweite Spiel während der Tour ins Nachbarland steigt dann am Samstag in Bree gegen Limburg United.

Nach dem Spiel um Platz drei beim Turnier in Gravelines waren Kapitän Dominik Spohr & Co. erst am Sonntagmorgen nach 6 Uhr in der Frühe zurückgekehrt. Nach einem dann freien Sonntag nahm Roijakkers sein Team aber bereits wieder am Montag ran.

Veikalas ein Top-Transfer

„Es gibt weiter viel Arbeit“, macht sich der BG-Coach nichts vor. Und ordnet auch den Sieg gegen den belgischen Erstligisten Oostende rückblickend richtig ein: „Die haben nur mit vier Profis gespielt, der Rest waren Amateurspieler.“ Der Erfolg ist also mit etwas Vorsicht zu genießen. Gleichwohl anerkannte Roijakkers aber auch: „Wir können gut spielen. Aber das BBL-Niveau über 40 Minuten zu halten, geht noch nicht.“

Wie hat er die Neuen gesehen? „Benas Veikalas hat seine Klasse gezeigt“, sagt der Niederländer über den neuen Litauer, der 23 Punkte gegen Oostende erzielte. „Benas kann nicht alles selbst machen, aber er ist für uns ein Top-Transfer.“

Und Adam Waleskowski? „Er spielt smart, bringt viel Erfahrung mit, auch eine sehr gute Verpflichtung. Da haben wir Glück gehabt.“ Anerkennung ebenso für Scott Eatherton, der zuletzt konstant zweistellig punktete. „Ein guter Typ“, lobt Roijakkers den langen, blonden Center. „Er fragte selbst nach Videos, um sein Spiel zu verbessern.“

Doch mit Dominik Spohr würdigte der BG_Coach auch einen der bisherigen Akteure. „Dass er Dreier werfen kann, wissen wir. Aber er hat auch gut reboundet, war aktiv in der Verteidigung.“

Und was machen die angeschlagenen Spieler Darius Carter und Jesse Sanders, die beide Knöchelprobleme haben? Spielmacher Sanders könne wohl noch diese Woche wieder ins Training einsteigen, bei „Big Man“ Carter könne es sogar für das erste Bundesliga-Spiel in Hagen schwierig werden, so der BG-Coach.

Limburg simuliert Hagen

Apropos Hagen: BG-Samstagstestgegner Limburg United soll die Westfalen simulieren. „Limburg spielt wie Hagen“, sagt Roijakkers. Da versucht sich die BG, schon mal auf Phoenix einzustellen. Genauso hart dürfte jedoch zuvor am Donnerstag Spirou Charleroi (mit dem Ex-Würzburger Seth Tuttle) werden. „Die haben im Eurocup gespielt“, weiß Roijakkers – aber nur in der Vorrunde. Außerdem spielten dort vier seiner früheren Akteure, die er einst im belgischen Mons gecoacht habe.  Vom Glanz vergangener Jahre ist der zehnfache belgische Meister (letzter Titel 2011), für den BG-Neuzugang Jesse Sanders 2014/15 spielte, aber weit entfernt. (haz/gsd-nh)

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