Neuzugang Veikalas: „Ich muss noch ins BG-System reinkommen“

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Im Handgemenge: BG-Neuzugang Benas Veikalas (8) muss sich hier gleich dreier holländischer Arme erwehren.

Göttingen. Erst wunderten sich die Fans über seine Rückennummer 8 des verletzten Andrej Mangold, dann nickten sie anerkennend: Benas Veikalas hatte bei seinem ersten Heim-Einsatz für die BG Göttingen ein sehr ordentliches Debüt abgeliefert.

14 Punkte beim 91:78 gegen Holland-Meister Groningen, 13 bereits am Samstag bei der hohen 70:94-Niederlage in Gießen, da gab es wenig zu meckern. „Er ist eine große Verstärkung für uns“, war auch BG-Coach Johan Roijakkers zufrieden.

„Ich bin glücklich, dass wir ihn haben. Er ist ein Veteran und versteht das Spiel. Und er passt in unseren Etat“, fuhr Roijakkers fort. Auch Veikalas schien angetan zu sein von seinem ersten Auftritt in der S-Arena. „Dass so viele Leute bei einem Testspiel da waren, ist großartig“, meinte der Lette, der vier Jahre in Bonn mit dem verletzten BG-Neuzugang Andrej Mangold zusammenspielte. Aber der erfahrene Shooting Guard weiß auch: „Es ist noch viel zu tun, ich muss jetzt in das BG-System reinkommen. Das ist noch harte Arbeit.“

Veilchen auf Frankreich-Tour

Gelegenheit dazu besteht für Veikalas ab Mittwoch auf der ersten der beiden BG-Auslandstouren. Im französischen Gravelines (bei Dünkirchen), wo die BG 2010 in der EuroChallenge spielte und gewann, nehmen die Veilchen an einem Turnier teil. Gleichzeitig wird dabei auch das Team-buildung fortgesetzt.

Den Sieg gegen Groningen wollte kein BGer überbewerten. Coach Roijakkers attestierte seinen niederländischen Landsleuten nur Pro-A-Format. Auch Malte Schwarz sah noch die Defizite: „Zu Beginn haben wir noch sehr zerfahren gespielt, wir kamen oft einen Schritt zu spät. Es war da ein schweres Spiel. In der zweiten Halbzeit haben wir dann konzentrierter gespielt, wir haben uns zurückgekämpft.“

Bemerkenswert, dass Jesse Sanders die 40 Minuten ohne Pause auf dem Parkett stand – sehr ungewöhnlich im Basketball. Trainer Roijakkers spielte in diesem Zusammenhang auf Bundesliga-Absteiger MBC an. Dort hatte Coach Predrag Krunic auch nur mit einer Mini-Rotation von sieben Akteuren gespielt. „Das kann bei uns wie letzte Saison beim MBC werden“, meinte der Veilchen-Trainer. Die lange Einsatzzeit hat Sanders bis jetzt jedenfalls absolut gerechtfertigt. So viel Tempo war bei den Veilchen lange nicht im Spiel!

Von Tempo kann Andrej Mangold derzeit nur träumen. Nach seiner Operation (Kreuzbandriss) am vergangenen Donnerstag saß er, das linke Bein auf einen Stuhl gelegt, neben der Spielerbank, die Gehhilfen zur Seite. Erstliga-Schiedsrichter Dominik Bejaoui begrüßte Mangold sogar per Handschlag... (haz/gsd-nh)

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