Basketball-Bundesliga: BG liegt aktuell im Soll

Ordentlicher Start trotz hoher Hürden

Voll im Soll mit der BG: Trainer Johan Roijakkers. Archivfoto: zje/nh

Göttingen. 4:8-Punkte nach den ersten sechs Spielen – so viele Zähler hatten vor der Saison nur die wenigsten Basketball-Freunde von Bundesligist BG Göttingen erwartet. Denn das schwierige Start-Programm mit Spielen gegen die Playoff-Kandidaten Ludwigsburg, München, Oldenburg und Bamberg hatte es in sich. Insofern kann der Auftakt der Veilchen in die dritte Bundesliga-Saison in Folge als gelungen bezeichnet werden.

War der Sieg im ersten Spiel in Hagen das erhoffte Erfolgserlebnis, gelang dem Team von Trainer Johan Roijakkers mit dem zweiten Auswärtserfolg bei den zu diesem Zeitpunkt noch nicht eingespielten Ludwigsburgern ein echter Überraschungs-Coup. Zu einer späteren Saisonphase wäre er viel unwahrscheinlich gewesen. „Jeder Sieg ist für uns wie eine kleine Meisterschaft“, meinte Roijakkers.

Auswärts bei ALBA Berlin

Nach dem chancenlosen Heimspiel gegen München und den couragierten Auftritten in Oldenburg und Bamberg landeten die Göttinger mit der zweiten Heimniederlage am vergangenen Samstag gegen Bonn wieder auf dem Boden der Tatsachen – und mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Bei Hagen und Braunschweig deutet sich an, dass es für diese Teams ebenfalls nur um den Ligaerhalt gehen wird. Werden Phoenix und die Braunschweiger Löwen die Hauptkonkurrenten im Kampf gegen den Abstieg?

In der nächsten Partie geht’s zu ALBA in die Hauptstadt. Vom FC Bayern wurde das Berliner Team des neuen türkischen Trainer Ahmet Caki mit 39 Punkten Differenz böse überrollt. Das lässt auf ALBA-Wiedergutmachung gegen Göttingen schließen – unglückliche Konstellation für die BG, deren Samstag-Gegner am Mittwoch im Eurocup noch bei Bilbao Basket ran muss.

Ist in Berlin eine Überraschung drin? Wird schwierig für die BG! Voraussetzung ist eine Teamleistung über dem Schnitt, die es gegen Bonn nicht gab. Jesse Sanders machte sein bisher schwächstes Spiel für die Veilchen, Dominik Spohr erwischte ebenso einen schwarzen Tag. Darius Carter blieb – auch wegen Verletzungen – in der Vorbereitungsphase insgesamt vieles schuldig. Malte Schwarz verschafft den Eckpfeilern Verschnaufpausen, für Mathis Mönninghoff wünschte sich Roijakkers personelle Entlastung („Er muss zu viel machen“). Die nachverpflichteten Adam Waleskowski und Benas Veikalas haben sich schon als die Akteure erwiesen, die die dringend benötigte Routine und Erfahrung mitbringen.

Bloß gut, dass bisher Scott Eatherton und vor allem Leon Williams mehr als erwartet gezeigt haben. Dass der 2,06m-Center Eatherton und Roijakkers‘ niederländischer Landsmann Williams so einschlagen würden, hat wohl nicht mal der Coach selbst erwartet. Doch allein können sie es eben auch nicht rausreißen. (haz/gsd)

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