BG schlägt sich wacker beim 64:76 in Oldenburg

Vergebliche Mühe: Göttingens Scott Eatherton (re.) setzte sich gegen den Oldenburger Dirk Mädrich durch. Die BG unterlag bei den EWE Baskets dennoch mit 64:76. Foto: GSD

Oldenburg. Zwei Drittel des Spiels prima mitgehalten, doch am Ende musste Basketball-Bundesligist BG Göttingen doch dem Favoriten aus Oldenburg die Punkte überlassen. Die Veilchen verloren bei den EWE Baskets vor 4459 Zuschauern mit 64:76 (30:28), machten insgesamt aber einen guten Eindruck.

Nicht ganz unerwartet hatten die Göttinger Benas Veikalas wieder im Team, der seine Oberschenkelverletzung offenbar überstanden hatte. Er kam aber erst in der sechsten Minute erstmals aufs Feld. Den ersten Korb per Dreier markierte Dominik Spohr für die Göttinger zur 3:0-Führung. Leon Williams legte zum 5:2 nach, was andeutete, dass die Göttinger nicht gewillt waren, klein beizugeben. Sie agierten sehr couragiert und sehr selbstbewusst gegen den großen Favoriten. Jesse Sanders organisierte das BG-Spiel zusammen mit Williams und so blieben die Veilchen im ersten Viertel durchweg in Führung – bis auf eine Ausnahme (12:11). Auch deswegen, weil sie in der Abwehr so gut wie alles wegfischten und nach den ersten zehn Minuten einen Rebound-Vorteil von 14:4 hatten. Mit einer 13:12-Führung ging es ins zweite Viertel, das Adam Waleskowski mit den ersten Punkten eröffnete.

Die BGer blieben am Drücker, machten weiter eine gute Partie, gestatteten den Baskets wenig. Oldenburg tat sich schwer, fand kaum einen Rhythmus. Dominic Lockhart glich für die Gastgeber per Dreier zwar zum 21:21 aus, doch die Göttinger brachte dies nicht zu sehr in Bedrängnis. Sie antworteten per Dreier durch Veikalas zum 28:24-Vorsprung und gingen mit einem 30:28 in die Halbzeit. Das Rebound-Verhältnis lautete inzwischen 25:7 für die BG, die aber 13 Ballverluste zu beklagen hatte.

Auch in die zweite Halbzeit starteten die Veilchen gut. Scott Eatherton, der sein drittes „Double-Double“ (14 Punkte, 10 Rebounds) im vierten BBL-Spiel schaffte, gelangen zwei Körbe zum 34:32. Doch langsam setzte sich die Cleverness der Baskets durch, die beim 36:34 in Front zogen. Urgestein Rickey Paulding (zehnte Baskets-Saison), von dem vor der Pause nichts zu sehen war, scorte den Dreier zum 39:34 plus Freiwurf zum 40:34 – nach einem 1:4-Lauf der Oldenburger. Ein Dreier von Mönninghoff brachte die Göttinger jedoch wieder auf 39:40 heran. Danach aber gelang der BG bis zum Viertelende nichts mehr, während die Mannschaft von Coach Mladen Drijencic auf 50:41 wegzog, weil die Baskets nun in der Defensive aufmerksamer agierten.

Unübersehbar zu Beginn des Schlussabschnitts, dass die BG die Oldenburger Größenvorteile nicht kompensieren konnte. Vor allem den 2,11m großen Qvale bekamen sie nicht unter Kontrolle. Auch Vaughn Duggins und Chris Kramer nervten die Veilchen immer wieder. So setzten sich die Gastgeber kontinuierlich ab, die Gäste mussten den lange gewahrten Kontakt abreißen lassen. Schließlich setzte sich der individuell besser besetzte Kader durch. Doch die BG hinterließ insgesamt einen Eindruck, der in den Spielen gegen die Gegner auf Augenhöhe hoffen lässt. (gsd)

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