Sieg und Pleite der BG in Heim-Tests

Nach acht Minuten war schon Schluss: Göttingens Mathis Mönninghoff knickte um, bekam einen Eisbeutel an den rechten Fuß. Links BG-Arzt Dr. Ralf Hamann. Foto: Jelinek/gsd

Göttingen. So viel steht schon mal fest: Die BG Göttingen ist in der Gunst der Fans überhaupt nicht gesunken.

In den ersten beiden Heim-Tests gegen die Zweitligisten Gotha und Hamburg war die Zuschauerzahl schon wieder stattlich: Am Samstag kamen 1045 gegen die Thüringer, am Sonntag 1003 Interessierte gegen die Towers. Und: Die 74:82 (40:40)-Pleite gegen Gotha machten die Veilchen mit einem deutlichen 95:56 (52:31)-Sieg wieder wett. „Wir müssen das Spiel gegen Hamburg richtig einordnen“, warnte Göttingens Dreierspezialist Dominik Spohr vor Übermut nach dem Sonntagsspiel. 

Denn die Hamburger (mit Justin Raffington/Bruder vom Ex-BGer Jermaine, Marc Liyanage und Enosch Wolf) waren sicher eine Klasse schwächer als Gotha. „Der Kampfgeist und die Energie waren wie gegen Gotha da“, freute sich BG-Coach Johan Roijakkers. „Die Spieler finden sich langsam.“

Gegen Hamburg streute die BG schon im ersten Viertel vier Dreier ein, erzielte am Ende zwölf. Das Zusammenspiel klappte schon wieder etwas besser als tags zuvor. Darius Carter blockte drei Hamburger würfe, ein halbes Dutzend Mal verteidigte die BG so gut, bis die Shotclock ertönte.

Tolle Dunks von Carter und Melsahn Basabe ließen die Fans in Stimmung kommen. Die BG spielte, wie sie wollte, der Vorsprung wuchs immer weiter an. „Wir haben eine gute Team-Chemie“, meint Melsahn Basabe.

Doch es gab (wie so oft) auch einen Wermutstropfen: Nach schon acht Minuten knickte Mathis Mönninghoff um, so dass die Partie für ihn beendet war. „Schaun mer mal“, meinte der lange Blonde hinterher, als der Eisbeutel schon wieder ab war. Am Montag gibt’s ein MRT.

Rockets heben ab

Bereits am Samstag hatten die Veilchen mit 74:82 (40:40) gegen den wie immer engagierten Zweitligisten Rockets Gotha verloren. Vor allem im ersten Viertel zeigte sich, dass im zweiten Testspiel (nach der hohen Niederlage in Würzburg) besonders in der Defensive noch keine Harmonie vorhanden ist. 30 Zähler schenkten die Thüringer der BG ein – viel zu viele. In den restlichen Vierteln waren es nur noch 52, was einem 17er-Schnitt entspricht. Damit war Trainer Roijakkers durchaus einverstanden.

Im Spielaufbau erwiesen sich Jesse Sanders und Leon Williams als flinke, flotte Vorbereiter. Melsahn Basabe und Darius Carter deuteten als „Big Men“ an, zu was sie in der Lage sein könnten. Als stämmige, wuchtige Innenspieler können sie zu wichtigen Faktoren werden. Und auch Center-Neuzugang Scott Eatherton zeigte gute Rebound-Qualitäten wie seine Mitstreiter, die insgesamt 45 Abpraller holten: Eatherton ebenso sieben wie Mathis Mönninghoff, Carter sechs und Basabe sogar acht.

Roijakkers forcierte immer wieder den schnellen Transition-Basketball, doch an das konsequente Umschaltspiel müssen sich Carter und Basabe erst noch gewöhnen. „Das ist genau der Basketball, den wir spielen wollen“, meinte der BG-Coach. „Etwas unkontrollierter als letzte Saison, aber mehr Power. Diese Mannschaft wird niemals aufgeben.“

„Das war kein gutes Spiel von uns“, gab Jesse Sanders zu. „Wir hatten in der Defense einige Breakdowns.“ Noch einige „Abstimmungsprobleme“ sah auch der verletzte Andrej Mangold (Kreuzbandriss): „Wille und Einsatz waren aber gut. Viel zu spielen ist jetzt wichtig.“ 

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