Spieleretat sinkt, nicht eingehaltene Zusagen: Diese Zahlen nerven BG

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Gestenreich am Spielfeldrand: Nicht ausgeschlossen, dass Göttingens Trainer Johan Roijakkers in der kommenden Saison wieder mit weniger Geld für den Spieleretat zurechtkommen muss.

Göttingen. Mit Mathis Mönninghoff und Dominik Spohr sind bei der BG Göttingen die ersten Weiterverpflichtungen von Spielern klar.

Doch für die noch zu verpflichtenden Profis droht Chefcoach Johan Roijakkers weniger Geld als zuletzt zur Verfügung zu haben. Das Budget für die Spieler sinkt möglicherweise noch unter das Niveau der ersten Saison nach dem Wiederaufstieg. Und auch im Nachklang zur vergangenen Serie bleibt die BG wohl auf einer mittleren fünfstelligen Summe sitzen. 

In der ersten Saison nach der Rückkehr in die 1. Liga hatte die Veilchen einen Spieleretat von etwa 800.000 Euro – so viel wie bei Top-Klub Bamberg die zwei, drei besten Akteure zusammen verdienen. In der zweiten Spielzeit hob das BG-Management um Geschäftsführer Frank Meinertshagen diese Summe auf rund eine Million Euro des 2,3 Millionen Euro betragenden Gesamtetats an.

Zur Ende September startenden neuen Serie soll das Gesamtbudget zwar gleich bleiben, doch Meinertshagen rechnet nicht damit, wieder auf die etwa eine Million für die Spieler zu kommen. Grund: Die BG hat andere Verpflichtungen. Statt zwei wie bisher müssen künftig drei hauptamtliche Nachwuchs-Koordinatoren (jetzt auch einer für den Mini-Altersklasse) bezahlt werden – eine der Lizenz-Bedingungen der Liga.

Zudem muss die BG das neben der S-Arena entstehende neue Basketball-Zentrum finanzieren, eine monatliche Miete zahlen. In dem neuen Komplex soll die Geschäftsstelle (zurzeit in der Hannoverschen Straße) und eine Physio-Praxis einziehen. Die Trainingshallen sollen für die Profis und den Nachwuchs zur Verfügung stehen – auch eine Lizenz-Bedingung der BBL GmbH. Das neue Basketball-Zentrum, mit dessen Bau demnächst begonnen werden soll, sei eine Investition in die Zukunft und in den Standort Göttingen, sagt Meinertshagen. Er sagt aber auch, dass weitere Sponsorengespräche folgen und der Spieleretat gegebenenfalls noch anwachsen könne.

So erfreut die Verantwortlichen über den Klassenerhalt im letzten Spiel gegen Würzburg waren – so wenig zufrieden waren sie offenbar im Nachhinein über nicht geflossenes Sponsorengeld für mehrere nachverpflichtete Spieler. Für drei während der Saison geholte Akteure sollen angeblich rund 50 000 Euro ausstehen. Dabei dürfte es sich wohl um die Amerikaner Terrell Everett, Ian Hummer und Khalid El-Amin handeln. Allein bei El-Amin sollen cirka 20.000 Euro gefehlt haben.

2900 Besucher kalkuliert

Für die dritte Saison in Folge in der höchsten Spielklasse kalkulieren die Veilchen mit 2900 Zuschauer im Schnitt. In der abgelaufenen Serie kamen 3412 pro Spiel. Die Auslastung der S-Arena betrug fast 97 Prozent. 

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