Sportliche Zukunft offen: „Kulle“ schwankt zwischen BG oder Berlin

Göttingen. Am Dienstag war es soweit. Robert Kulawick hat sich nach Berlin verabschiedet. Dieser Tage kommt der Möbelwagen, Sachen verladen für den Umzug. Denn vorerst sucht „Kulle“, wie ihn alle bei der BG Göttingen nennen, seinen Lebensmittelpunkt in seiner alten Heimat Berlin. Zumindest vorerst. Denn ob der Zopfträger auch noch kommende Saison seine Dreier für die BG Göttingen in der Basketball-Bundesliga wirft, ist momentan fraglich.

„Das Angebot, das ich bekommen habe, entsprach nicht meinen Vorstellungen. Das hat mich überhaupt nicht überzeugt“, sagt der Mann, der die Veilchen im letzten Saisonspiel mit sagenhaften sechs Dreiern zum Sieg gegen Würzburg geworfen hat, der letztlich den Klassenerhalt sicherte – ganz Robert „Coolawick“ eben.

Spezielle Situation

Nun gibt es allerdings auch eine ganz spezielle Situation bei Kulawick. Die führt sehr weit auch in private Dinge. Seine Frau Diana hat in Göttingen als Psychologin an der Uni gearbeitet. Als der „BG-Buschfunk“ meldete, dass sie dort nicht mehr tätig ist und auch der Kita-Platz von Tochter Felice gekündigt worden sei, spekulierten viele schon mit einem Abgang von „Kulle“, der Göttingen als „zweite Heimat“ sieht.

Nun hat sich für Kulawicks Gattin die Chance ergeben, in eine Psychologen-Praxis im privaten Umfeld einzusteigen. Solche Möglichkeiten ergeben sich nicht oft im Leben. Deshalb nun der Umzug nach Berlin, wo die kleine Familie ein Haus in Alt-Hohenschönhausen gekauft hat. Bliebe „Kulle“ bei der BG, müsste er fortan zwischen Göttingen und Berlin pendeln. Und da kommen natürlich auch die Finanzen ins Spiel. Und der Zeit-Faktor. Setzt Trainer Johan Roijakkers Team-Meetings an und Kulawick hat eigentlich ein oder zwei freie Tage und fährt nach Berlin, wird’s schwierig.

Zurzeit ist Kulawick dessen Teamgefährten Mönninghoff, Schwarz und Spohr schon verlängerten, hin- und hergerissen, ob er noch eine Saison bei den Veilchen bleiben soll oder nicht. Vorausgesetzt, auch das Finanzielle ist akzeptabel. „Das ist bei mir im Moment einen Tag so, den anderen so“, ringt er derzeit um eine Entscheidung.

In dieser Woche gab es nochmals ein Treffen zwischen Coach Roijakkers und Kulawick. „Er hat mir gesagt, dass er mich behalten möchte, dass aber auch die finanziellen Möglichkeiten in Göttingen sehr begrenzt sind“, sagt Kulawick. „Ich war mit der BG bisher super-zufrieden – bis auf die Kleinigkeiten, die es aber überall gibt.“

„Ich liebe diese Fans, ich liebe diese Stadt“, hatte Kulawick unmittelbar nach dem Sieg gegen Würzburg ins Mikrofon von „telekombasketball.de“ gesagt. Die lila-weiße Gemeinde würde es gerne sehen, wenn „Coolawick“ in seine sechste Saison bei der BG geht. Die Entscheidung steht aus, man muss abwarten. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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