Statt viel Lob sind jetzt für die BG Göttingen Punkte nötig

Mit eingehakten Armen: Big Man Darius Carter (11) und Albas Ismet Akpinar (8) bekämpften sich in Berlin mit eigenwilligen Methoden. Der US-Boy machte sein bisher bestes Spiel für die BG. Foto: gsd

Göttingen. Nach sieben Spielen 4:10-Punkte – für die BG Göttingen eine durchaus akzeptable Bilanz.

Die Veilchen haben jetzt gegen sechs der momentan ersten zehn Mannschaften gespielt und zumindest die Siege in Hagen (einziger bisheriger Kontrahent aus der unteren Tabellenhälfte) und in Ludwigsburg geholt. Zudem gab es gute Kritiken nach den Auswärtsauftritten in Bamberg, in Oldenburg und nun zuletzt in Berlin - aber eben keine weiteren Zähler. So zeigt die Tendenz nach fünf Niederlagen in Folge abwärts. Zumindest in der Tabelle.

„So zu verlieren, tut weh“, meinte Mathis Mönninghoff nach dem 87:91 in Berlin. Damit meinte der Small Forward die knappe Differenz. „Wenn du mit 20 verlierst, ist alles klar.“ Aber so? Eben bitter. Und die Albatrosse hätten richtig kämpfen müssen, um die BG zu schlagen, so Mönninghoff weiter.

„Wir waren so nahe dran“, meinte der wegen Problemen am bandagierten rechten Handgelenk ausgefallene Jesse Sanders. „Wir waren 39:30 Minuten im Spiel, haben immer gekämpft“, so der Spielmacher weiter. Und: „Ich hätte so gern gespielt.“

Ob er am kommenden Samstag wie auch Benas Veikalas (Oberschenkelprobleme) gegen die Eisbären Bremerhaven wieder zur Verfügung steht, ist offen. „Ich hoffe es“, meinte der Göttinger Pointguard am Samstag vor der Rückfahrt aus Berlin nach Göttingen.

Dass die Partie gegen Bremerhaven speziell wird, ist schon jetzt klar. Mit dem am vergangenen Donnerstag verpflichteten Alex Ruoff und dem von der BG nach Bremerhaven gewechselten Harper Kamp treffen zwei Freunde in der S-Arena aufeinander. Ruoff besuchte Kamp vergangene Woche noch, trainierte zwar nicht mit den Eisbären zusammen, aber in deren Halle.

In Berlin machte Ruoff schon mal „einen guten Job“, so Mathis Mönninghoff. Auch wenn das Verständnis untereinander zu Beginn nach nur zwei gemeinsamen Trainingseinheiten noch nicht da war, schwang sich Ruoff sofort zum Anführer auf. Statt nur „kleine Rollen“ wie in Ludwigsburg oder davor in Bilbao (Spanien) inne zu haben, dürfte er bei den Veilchen schnell wieder zum „floor general“, zum Chef auf dem Parkett werden. Dass auch „Double-double“-Darius Carter (18 Punkte, 12 Rebounds in Berlin) erstmals ein richtig gutes Match ablieferte – um so erfreulicher. Doch nun kommen die Spiele, in denen die BGer Punkte statt guter Kritiken brauchen.

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Bedenkliche Zahlen kommen aus Braunschweig, wo die BG am 5. November ihr nächstes Auswärtsspiel bestreitet. Bei der 70:98-Pleite gegen die Walter Tigers Tübingen waren nur noch 1912 Fans beim Tabellendrittletzten in der 6100 Zuschauer fassenden Volkswagenhalle. Nicht nur diesbezüglich zeigt die Tendenz bei den Löwen nach unten. (haz/gsd-nh)

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