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Basketball-Bundesliga: BG Göttingen verliert auch gegen den Ex-Trainer 53:63

Tiefschlag durch Patrick

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Göttingen. Es scheint wie verhext! Da kommt eine Mannschaft in die Sparkassen-Arena, die am Ende eine noch schlechtere Wurfquote (32 zu 37 Prozent) aufweist, und dennoch verlässt die BG Göttingen als Verlierer das Parkett. So geschehen am 19. Spieltag der Basketball-Bundesliga in der Begegnung zwischen den Göttingern und Aufsteiger Würzburg, der am Ende trotz einer seiner schwächsten Partien in dieser Saison mit 63:53 (25:22) gewann. Für die BG ein erneuter Tiefschlag durch Ex-Coach John Patrick.

Tut mir leid, dass ich gewonnen habe! Mit verkniffenen Lippen klatscht Göttingens Ex-Coach und Würzburgs Neu-Trainer John Patrick mit vielen alten Veilchen-Fans ab. Es schien so, als hätte der zweimalige BBL-„Trainer des Jahres“ noch nie so ungern gesiegt. 3 Fotos: Jelinek

Tut mir leid, dass ich gewonnen habe! Mit verkniffenen Lippen klatscht Göttingens Ex-Coach und Würzburgs Neu-Trainer John Patrick mit vielen alten Veilchen-Fans ab. Es schien so, als hätte der zweimalige BBL-„Trainer des Jahres“ noch nie so ungern gesiegt. 3 Fotos: Jelinek

Und was machen die BG-Fans? Man hätte fast meinen können, „ihre“ Mannschaft hat das Spiel gewonnen. Denn der ganz harte Kern der Veilchen-Fans in der mit 3474 Zuschauern ausverkauften S-Arena feierte mit John Little, Jason Boone, Chester Frazier und Ben Jacobson. Nur – die vier haben mal für Göttingen gespielt, ihre Geldtöpfe stehen aber nun in Würzburg beim Aufsteiger. Es mutete schon etwas skuril an.

Bei den Göttingern war Niko Adamczak nach langer Verletzungspause erstmals wieder dabei, außerdem feierte Darrell Tucker sein Debüt. Es war eines mit Höhen und Tiefen, kaum anders wie es für einen Neuzugang ohne Spielpraxis zu erwarten war.

BG zweimal dagegengehalten

Es war von Beginn an ein merkwürdiges Spiel, das vornehmlich von knallharten Defensiv-Aktionen auf beiden Seiten geprägt war. Dabei blieben gelungene Offensiv-Aktionen auf der Strecke, dokumentiert durch gerademal zwei erfolgreichen Feldkörben der Würzburger im ersten Viertel. Schon da zeigte sich, dass diese Partie punktemäßig weit unter dem Durchschnittswert bleiben würde. Die Gäste setzten sich in den zweiten zehn Minuten durch einen 10:0-Lauf von 9:13 auf 19:13 ab. Die BG hielt dagegen, so dass beim 22:25 zur Halbzeitpause noch nichts entschieden war.

Ex-BG-Center Boone, der ansonsten ungemein gehemmt wirkte, eröffnete die zweite Halbzeit mit einem erfolgreichen Korbwurf zum 27:22. Als Würzburg bis zu 24. Minute auf 43:30 davongezogen war, blies Tucker mit einem Dreier zur Aufholjagd. Und mit einem 11:0-Lauf waren die Gastgeber am Ende des dritten Viertels wieder auf 41:43 dran.

Im letzten Viertel waren es ausgerechnet die Ex-Göttinger Chester Frazier und John Little, die dem Neuling den schwer erkämpften Sieg sicherten. Little mit einem Dreier zum 46:41 und Frazier ebenfalls mit einem Dreier zum 55:48 – damit zogen sie den Veilchen den Nerv. Hinzu kamen aber erneut Unzulänglichkeiten der BGer, die wiederholt den Ball regelrecht „wegwarfen“, sich zu viele Ballverluste erlaubten - am Ende waren es 23, wobei sich besonders Kyle Bailey hervortat.

Selbstvertrauen fehlt

„Es ist das Selbstvertrauen, das uns derzeit fehlt“, suchte BG-Trainer Michael Meeks nach Gründen dieser nun schon siebten Niederlage in Folge. „Wir hatten uns einige sehr gute offene Würfe erarbeitet, doch sie sind nicht reingefallen. Die Spieler arbeiten im Training sehr hart daran, perfekt zu werden“, so Meeks weiter. Aber wieder fanden auch neun von 20 Freiwürfen nicht ihr Ziel. (gsd)

Von Helmut Anschütz und Walter Gleitze

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