1007.03.1007.03.10|BG Göttingen|
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So heftig und kurios ging noch nie ein Heimspiel bei der BG zu Ende! Die 53. Partie in der Lokhalle seit dem Aufstieg endete fast mit einem Eklat. Ulms Coach Mike Taylor, sonst ein besonnener und netter Typ, rastete total aus. Nach zwei technischen Fouls wurde er der Trainerbank verwiesen, verschwand in der Kabine. Weil sich Taylor nicht beherrschen konnte, erwies er seinem Team letztlich einen Bärendienst. Als disqualifizierter Coach durfte er zudem bei der offiziellen Pressekonferenz keinen Kommentar abgeben.

Mike Taylor
Was war passiert? Los ging das Theater 17,6 Sekunden vor Schluss. Es steht 69:69, nachdem Rocky Trice ausgeglichen hat. Noch 7,9 Sekunden zu spielen: Die Halle tobt, als Jason Boone zum Korb zieht, gefoult wird, sein Ball dennoch zum 71:69 in Ulms Korb trudelt. Dafür gibt’s einen Freiwurf zusätzlich, Boone trifft zum 72:69. Jetzt tobt Ulms Spielmacher Per Günther, bekommt ein technisches Foul, nachdem sein Team nach dem Einwurf den Ball verliert und Chris Oliver gefoult wird, der dafür zwei Freiwürfe erhält. Daraufhin meckert Ulms Mike Taylor und kassiert ebenfalls ein technisches Foul. Taylor motzt weiter – das zweite technische folgt.
Was Taylor so auf die Palme gebracht hat? Nachdem Schiri Horst Weichert seine Entscheidung, den Korb von Boone nicht anzuerkennen, nach Beratung mit Schiri-Kollege Darius Moczulski zurücknimmt und die zwei Punkte doch anerkennt. Taylors zweites technisches Foul bedeutet die Disqualifikation – wie „Rot“ im Fußball!
Die Folge: Für jedes technische Foul gibt es zwei Freiwürfe für die BG. Chris Oliver bleibt eiskalt, verwandelt alle acht(!) Freiwürfe unter dem Gejohle der Fans bis zum 80:69-Endstand. „Ein unwürdiges Ende“, so Ulms Co-Trainer Rainer Bauer bei der Pressekonferenz. Dass sich die Ulmer aber durch die Unbeherrschtheit von Günther und Taylor nach der aus ihrer Sicht umstrittenen Schiri-Entscheidung selbst eingebrockt haben! (gsd) Foto: zje
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