Vorm Niedersachsen-Derby in Oldenburg: BG bangt um Veikalas

Die beiden Topscorer vom ersten BG-Heimspiel unter sich: Göttingens Scott Eatherton (20 Punkte, re.) gegen Münchens Maximilian Kleber (19). Foto: zje/gsd

Göttingen. „Ist nicht so schlimm, er kann bald wieder spielen.“ BG-Trainer Johan Roijakkers am Montag nach dem München-Spiel zum verletzungsbedingten Ausfall von Benas Veikalas.

„Das sieht nicht so gut aus, es wird schwierig.“ Johan Roijakkers am Donnerstagnachmittag zum derzeitigen Gesundheitszustand des an Oberschenkelproblemen laborierenden neuen Litauers. Was also wird mit dem 33-jährigen Routinier hinsichtlich des BG-Spiels am Sonntag (18 Uhr) bei den EWE Baskets Oldenburg? Die Veilchen müssen um den Einsatz von Veikalas bangen.

Dass er dem neuen Team fehlt, war schon bei der hohen Niederlage gegen München nicht zu übersehen. Von der Erfahrung, von der Abgeklärtheit des Ex-Bonners profitiert jede Mannschaft, „Underdogs“ wie die Göttinger erst recht. Abwarten, was nun wird...

„Wie in der Slowakei!“

Noch ein ganz anderes Problem hatten die Veilchen in der bisherigen Trainingswoche. In der FKG 2-Trainingshalle standen tagelang 34 Dachfenster offen, so dass das Übungsdomizil der Veilchen total ausgekühlt war. „Wie in der Slowakei“, meinte Roijakkers über die kalte Halle - er war vor seinem Göttinger Engagement Trainer beim slowakischen Erstligisten BC Priviedza. Da mussten Kapitän Dominik Spohr & Co. erstmal warm werden...

...für den „heißen Tanz“ in der großen EWE-Arena. Denn Oldenburg wird mindestens genauso schwer wie zuletzt Bayern. Urgestein Rickey Pauling (33, zehn Jahre bei den Baskets), Vaughn Duggins, Chris Kramer, Center Brian Qvale (zuletzt wegen Knöchelproblemen außer Gefecht) - sie alle blieben im Team von Coach Mladen Drijencic. Dazu stießen der Belgier Maxime de Zeeuw, Ex-MBC-Spielmacher Frantz Massenat und 2,11 m-Hüne Dirk Mädrich - so gelten die Baskets erneut als eine der Top 4-Mannschaften.

Bloß gut, dass die BG auch einige erfreuliche Newcomer hat: Scott Eatherton zum Beispiel. Über zwei „Double-Double“ in drei Erstliga-Spielen kann niemand meckern. „Er hat weniger Probleme mit seiner Physis, als ich dachte“, wundert sich Coach Roijakkers. „Scott hat nicht das Volumen, aber er spielt schlau.“ Als „überragend“ beurteilt der Niederländer auch seinen Landsmann Leon Williams, bei dem man wissen müsse, wo er herkommt. Und ein dickes Lob gibt’s auch für Jesse Sanders: „Super-Einsatz“, sagt Roijakkers. „Jesse steht für das neue Göttingen.“

Noch nicht so recht in Schwung gekommen ist dagegen Darius Carter. Er war in der entscheidenden Vorbereitungsphase verletzt, gibt Roijakkers zu bedenken. Das merke man jetzt. Zudem ist der US-Boy auch in Foul-Problemen gewesen. Außerdem habe Carter weniger Spielzeit bekommen, weil „Big Man“ Eatherton länger auf dem Feld gestanden habe. „Die Saison ist lang, Carter wird noch kommen“, ist sich Roijakkers sicher. Am besten vielleicht schon am Sonntag in Oldenburg.

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Zudem gab es am Donnerstag zwei spektakuläre Wechsel von ehemaligen Göttinger Spielern: Der bisherige BG-Kapitän David Godbold (30) wechselt zu Phoenix Hagen, wo die BG zum Saisonauftakt gewonnen hatte. Außerdem verstärkt sich Aufsteiger Science City Jena mit John Little (32). 2010 gehörte Little (zuletzt Frankfurt, Ludwigsburg) bei den Veilchen zu dem Team, das die EuroChallenge gewann. (haz/gsd-nh) Foto: nh

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