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Basketball-Bundesliga: Sonst hatte die BG Göttingen gegen Bamberg aber keine Chance

Wenigstens Einsatz stimmt

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Göttingen. Nach dem 64:92-Debakel beim Tabellenvorletzten Ludwigsburg am vergangenen Mittwoch war eine ähnliche Pleite des Tabellenletzten BG Göttingen gegen den amtierenden deutschen Basketball-Meister Brose Baskets Bamberg zu befürchten. Zwar gingen die Veilchen auch gegen die Franken mit 68:101 (31:45) unter, zumindest war der Mannschaft von Trainer Michael Meeks unbändiger Kampfeswillen und das Bemühen, sich achtbar gegen den haushohen Favoriten aus der Affäre zu ziehen, nicht abzusprechen.

Ja, wer lugt denn da hervor? Es ist der BGer Matt Bauscher, der sich um Bambergs Philipp Neumann herumwindet. Von hinten beobachtet Baskets-Spielmacher Anton Gavel das Versteckspiel. Irgendwie symbolisiert das Foto auch die Größen- und Machtverhältnisse zwischen BG und Bamberg. Foto: Jelinek

Ja, wer lugt denn da hervor? Es ist der BGer Matt Bauscher, der sich um Bambergs Philipp Neumann herumwindet. Von hinten beobachtet Baskets-Spielmacher Anton Gavel das Versteckspiel. Irgendwie symbolisiert das Foto auch die Größen- und Machtverhältnisse zwischen BG und Bamberg. Foto: Jelinek

Dabei sah es nach dem ersten Viertel beim 14:27 nicht danach aus, als könnten die BG-Spieler ihre Fans teilweise versöhnen. 0:6 lagen die Göttinger schnell zurück, ehe Darrell Tucker mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf nach dreieinhalb Minuten die ersten Punkte für den Gastgeber erzielte. Das sollte sich gleichwohl im zweiten und dritten Viertel grundlegend ändern. Allerdings muss von den BG-Profis auch eine professionelle Haltung erwartet werden, die sie dann über weite Strecken in diesen beiden Vierteln auch an den Tag legten.

Bis auf sieben Punkte dran

Zweimal schafften es die Veilchen, sich den Bambergern bis auf sieben Punkte zu nähern beim 25:32 in der 15. Minute und 45:52 in der 24. Minute. Da kochte die Halle, hoffte auf ein Basketball-Wunder. Doch die „Über“-Mannschaft von Trainer Chris Fleming erstickte diese vagen Hoffnungen ganz schnell im Keim, zog auf 66:51 davon und zeigte vor allem auch im letzten Viertel den Göttingern die Grenzen auf, das sie mit 32:14 deutlich für sich entschieden, obwohl Center Tibor Pleiß bereits Ende des dritten Viertels sein fünftes Foul angestrichen bekam und so auf der Bank Platz nehmen musste.

Meeks wartete auch diesmal mit einer Überraschung auf. In der „starting five“ stand neben Vitalis Chikoko der junge Nico Adamczak, der im Laufe des Spiels rotzfrech den Bambergern zwei Dreier in den Korb legte. Sean Evans, nach dem Spiel gegen Ludwigsburg hart kritisiert, wollte diese Kritik anscheinend nicht auf sich sitzen lassen und schaffte mit zwölf Punkten und elf Rebounds ein Double-Double, also zwei zweistellige Werte in zwei Rubriken.

Bamberg mit Meister-Bonus

Hatten die Bamberger als amtierender deutscher Meister und Pokalsieger einen Bonus beim Schiedsrichter-Trio? Das fragten sich die Zuschauer. In der ersten Halbzeit schien es so, doch nach dem Wechsel konnten sich die BGer nicht mehr beklagen, da gab es für die Referees scheinbar Einiges gutzumachen gegenüber den Gastgebern

Wieder einmal aber zeigte sich wie schon im Spiel gegen Berlin vor einer Woche, dass die Göttinger nicht in der Lage sind, über die gesamte Spielzeit von 40 Minuten auf einem konstanten Leistungslevel zu spielen, eine der am häufigsten genannten Kritiken von Meeks. (gsd)

Von Walter Gleitze und Helmut Anschütz

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