Verein unternimmt nichts

Bundesliga-Spielerinnen als Opfer einer gemeinen Porno-Attacke

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Die Volleyball-Damen des MTV Stuttgart wurden Opfer einer fiesen Porno-Attacke

Stuttgart - Sportliches Interesse sollte eigentlich der Grund sein, warum man zu einem Volleyballspiel geht. Ein "Fan" der Damenmannschaft des MTV Stuttgart hatte jedoch perverse Hintergedanken. 

Regelmäßig soll ein Mann bei Besuchen der Spiele der Damenmannschaft des MTV Stuttgart in der Halle Fotos der Team-Mitglieder gemacht und diese auf Schmuddel-Seiten veröffentlicht haben. 

Sein Augenmerk lag dabei auf Situationen, bei denen sich die Athletinnen nach vorne beugten, um den Ball anzunehmen. Die eigentlich völlig harmlose Aktion sollte offenbar die User zu perversen Kommentaren einladen. Und die gab es zuhauf, wie die "Bild"-Zeitung berichtet. "So ist's richtig, Baby! Schööön den Arsch rausstrecken, damit ich Dich hart ...!“ sei dort beispielsweise zu lesen.

Der Verein weiß bereits um die anrüchige Sache - und zwar schon seit mehr als einem Jahr - doch er unternahm nichts. So zitiert das Blatt den Geschäftsführer des MTV Stuttgart mit den Worten "Es sind Privataufnahmen und das Fotografieren ist in der Halle nicht verboten“, so Dr. Karsten Ewald. 

Eine Anzeige gegen den perversen Fotografen, dessen Identität offenbar sogar bekannt ist, sei derzeit nicht geplant, auch löschen lassen wolle man die Fotos nicht. Die Begründung: Dann sei der Mann vorgewarnt und könnte möglicherweise Beweismaterial vernichten.

So müssen die unschuldigen Opfer der fiesen Teleobjektiv-Attacke vorerst damit leben, dass sie nach wie vor im Internet für äußerst zweifelhafte Zwecke zur Schau gestellt werden. 

hn

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