Bundestrainer Pedullà nach EM-Aus: Brauche "mehr Zeit"

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Der neue Bundestrainer hat es mit den DVV-Frauen bis ins EM-Viertelfinale geschafft. Foto: Jonas Roosens

Das EM-Aus der deutschen Volleyballerinnen ist bitter. Bundestrainer Luciano Pedullá zieht aus der knappen Niederlage gegen die Türkei wichtige Erkenntnisse - und würde gerne seinen Vertrag verlängern.

Antwerpen (dpa) - Mit dem letzten Ballwechsel beim hauchdünnen 2:3 im Viertelfinale der Volleyball-EM in Antwerpen gegen die Türkei endeten die ersten Monate der Amtszeit Luciano Pedullás. Der neue Bundestrainer der Frauen blickt trotz des verpassten Halbfinals auf eine gute Zeit zurück.

Wie fällt Ihr Fazit nach diesem ganz engen Spiel aus?

Luciano Pedullá: Wir waren knapp an einer echten Überraschung dran. Das war ein sehr gutes Spiel in Aufschlag und Abwehr. Wir haben die Türkinnen zu ungewöhnlich vielen Fehlern gezwungen. Meine Spielerinnen haben unglaublich gut gespielt. Jennifer Geerties war fantastisch, sie kam rein und hat sofort Verantwortung übernommen. Sie ist jung und kann eine sehr starke Spielerin für Deutschland werden.

Was nehmen Sie als Erkenntnisse mit?

Pedullá: Dass wir drei wichtige Spiele erst knapp im Tie-Break verloren haben. Bei den European Games in Baku gegen Polen, beim Grand Prix in Stuttgart gegen die Türkei und jetzt wieder gegen sie. Dass wir so gut mithalten können, damit hat nicht jeder gerechnet.

Stören Sie die Vergleiche mit Ihrem Vorgänger Giovanni Guidetti, der in acht Jahren zweimal EM-Silber gewann?

Pedullá:Bei aller Wertschätzung - und ich verliere nie ein schlechtes Wort über Kollegen - darf nicht vergessen werden, dass Giovanni im ersten Jahr auch noch keine großen Erfolge hatte. Ich brauche einfach mehr Zeit.

Ihr Vertrag läuft bis zum Ende der Olympia-Qualifikation nächstes Jahr. Wären Sie auch darüber hinaus bereit, für die deutschen Volleyballerinnen zu arbeiten.

Pedullá:Ja. Ich liebe die Spielerinnen, das Umfeld, den Verband und Deutschland sowieso. Mit mir kann man gern über eine Verlängerung sprechen. Aber erst einmal steht das Ziel Rio auf dem Plan.

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