Bundestrainer Sturm zuversichtlich: "Bereit für den Sieg"

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Marco Sturm ist der Coach der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft. Foto: Uwe Anspach

Nur noch einen Sieg ist die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft vom Olympia-Comeback entfernt. Gegen Lettland will die DEB-Auswahl in Riga die Qualifikation für die Winterspiele 2018 in Pyeongchang perfekt machen. Das deutsche Team strotzt vor Selbstvertrauen.

Riga (dpa) - Deutschlands Eishockey-Nationalteam geht siegesgewiss in das Endspiel um die Olympia-Teilnahme 2018 gegen Gastgeber Lettland (17.00 Uhr).

"Wir sind bereit für das Spiel und den Sieg", sagte Bundestrainer Marco Sturm nach dem abschließenden Mannschaftstraining am Samstag. Beide Teams gehen mit zwei Siegen aus den bisherigen beiden Turnierspielen in die letzte Partie des Qualifikations-Turniers in Riga. "Wenn wir unsere Leistung abrufen, haben wir eine sehr gute Chance", bekräftigte Sturm.

Angesichts von zwei souveränen Erfolgen ohne Gegentor gegen Japan (5:0) und Österreich (6:0) hat Sturm kaum Grund, Umstellungen vorzunehmen. Im Tor erhält erneut der bislang sehr souveräne Philipp Grubauer vom NHL-Club Washington Capitals den Vorzug vor Dennis Endras aus Mannheim.

Nur der Sieger des Spiels ist in anderthalb Jahren im südkoreanischen Pyeongchang dabei. Anders als vor drei Jahren, als die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) die Olympia-Teilnahme 2014 mit einem 3:2 nach Verlängerung im entscheidenden Qualifikationsspiel gegen Österreich verspielte, genügt diesmal auch ein Erfolg nach Verlängerung oder gar Penaltyschießen.

"Es ist natürlich krass, dass sich alles in nur einem Spiel entscheidet", meinte NHL-Torjäger Tobias Rieder aus Arizona, der zugleich noch einmal eine Leistungssteigerung forderte: "Jetzt gibt es keine Ausreden mehr, gegen Lettland müssen wir noch einmal etwas drauflegen."

Verteidiger Christian Ehrhoff (Chicago) erwartet ein enges Spiel gegen den Gastgeber vor dessen Publikum: "So war es eigentlich immer gegen Lettland." Sturm sieht indes keine Notwendigkeit, sich am Gegner zu orientieren. "Es kommt nur auf uns an", sagte der 37-Jährige, dem diesmal sieben Spieler aus der nordamerikanischen Profiliga zur Verfügung stehen. Insgesamt sind in Riga zehn Spieler mit der Erfahrung von zusammen 2852 NHL-Partien dabei.

Der aktuelle Kader ist auch laut DEB-Präsident Franz Reindl "sicherlich eine der stärksten Auswahlen, die wir jemals hatten". Sollte Deutschland am Sonntag erneut scheitern, wäre dies nach Reindls Meinung "keine Katastrophe, aber ein Rückschlag für all unsere Bestrebungen". Bis 2026 will der frühere Nationalspieler den DEB in die Weltspitze führen.

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