Jetzt ist sie offiziell die Nummer eins

Bundestrainerin Rittner: Kerber schwebt auf einer Wolke

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Barbara Rittner (l) glaubt, dass das Form-Hoch von Angelique Kerber (r) weiter anhält.

München - Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner traut der neuen Weltranglistenersten Angelique Kerber viel zu und prophezeit weitere Erfolge.

Tennis-Bundestrainerin Barbara Rittner erwartet nicht, dass Angelique Kerber nach ihrem US-Open-Sieg in ein ähnliches sportliches Tief wie nach dem Australian-Open-Triumph am Jahresanfang fällt. „Das halte ich für ausgeschlossen“, sagte Rittner in einem Interview der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. „Jetzt schwebt sie auf einer Wolke.“

Möglich sei nun auch der Gewinn der WTA-Finals, bei denen die neue Weltranglisten-Erste bislang noch nie das Halbfinale erreicht hat. „Ich glaube, sie kann auch in Singapur gewinnen. Sie ist auf einer Reise, und sie genießt das. Man spürt, dass sie das nicht nur sagt. Momentan ist es schwer, gegen sie zu gewinnen“, erklärte Rittner.

Kein Tennis-Boom wie zu Grafs Zeiten

Mit einem neuen Tennis-Boom wie zu Zeiten von Steffi Graf, Boris Becker und Michael Stich ab Mitte der achtziger Jahre rechnet die Bundestrainerin nicht. Tennis habe nicht mehr den gesellschaftlichen Stellenwert, sei sehr zeitaufwendig und mit dem heutigen Schulsystem auch kaum vereinbar. Dennoch gebe es ein riesiges Interesse. Dies hätte sich während der Übertragungen von den Olympischen Spielen gezeigt, bei denen sechs bis sieben Millionen Zuschauer Kerbers Spiele verfolgt hätten. „Das zeigt mir das Potenzial. Es muss also heißen, ARD und ZDF, bitte aufwachen“, meinte Rittner.

Kerber jetzt offiziell die Nummer eins

In der am Montag von der Spielerinnenorganisation WTA veröffentlichten Weltrangliste wird Angelique Kerber als erste Deutsche nach Steffi Graf auf Platz eins geführt. Kerber löst die Amerikanerin Serena Williams nach 186 Wochen als Weltranglisten-Erste ab. Die 34-Jährige rutschte nach ihrem Halbfinal-Aus bei den US Open auf Platz zwei zurück. Auf Rang drei folgt die spanische French-Open-Siegerin Garbiñe Muguruza.

dpa

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