Formel 1

Darauf muss man beim Großen Preis von Singapur achten

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Nico Rosberg startet von der Pole-Position ins Rennen. Foto: Lynn Bo Bo

Nico Rosberg hat glänzende Aussichten. In seinen 200. Grand Prix startet der Mercedes-Mann von der Pole. WM-Rivale Lewis Hamilton ist nur Dritter. Sebastian Vettel muss mit Ferrari das Feld von ganz hinten aufrollen. Für Postkartenmotive ist gesorgt.

Singapur (dpa) - Spannung in Singapur ist garantiert. Nico Rosberg geht von Startplatz eins am Sonntag (14.00 Uhr) in sein 200. Formel-1-Rennen. Mercedes-Teamkollege Lewis Hamilton will als Dritter versuchen, den Deutschen an der Rückeroberung der WM-Führung zu hindern.

JUBILAR ROSBERG

Der Mercedes-Mann weiß, wie man 2016 mit Pole Positionen umgeht. Von seinen sechs vor dem Singapur-Rennen konnte er vier in einen Sieg verwandeln. Nach einer Zauberrunde hat er auch für sein 200. Formel-1-Rennen die beste Ausgangslage. "Wir sind guter Dinge mit unserer Strategie. Es läuft nach Plan", sagte der 31-Jährige. Rosberg will nun unbedingt seinen dritten Sieg in Serie. Damit würde er sich auch die WM-Führung von Lewis Hamilton zurückholen.

VERFOLGER HAMILTON

Mit Rückschlägen kennt sich der Brite aus. Und bisher hat Lewis Hamilton auch stets zurückschlagen können. "Ich war schon einen großen Teil dieses Jahres etwas im Hintertreffen, daher ist das für mich keine neue Situation", wiegelte der Titelverteidiger ab. Sein Wochenende in Singapur lief aber bisher überhaupt nicht. Ihm fehlen wegen anfänglicher Hydraulik-Problemen am Mercedes wichtige Kilometer. "Wenn man den Wagen nicht ans Laufen bekommt, kann man auch keine Eindrücke für die richtige Abstimmung sammeln", analysierte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

AUFHOLER VETTEL

Von 2011 bis 2013 gewann der Heppenheimer noch mit Red Bull, im vergangenen Jahr siegte er für Ferrari in Singapur. Es war der bislang letzte Grand-Prix-Erfolg von Sebastian Vettel in der Formel 1. Wegen eines Schadens am Querstabilisator seines Dienstwagens geht der Rekordsieger nun von ganz hinten ins Rennen. "Es ist nicht aussichtslos, es kann immer viel passieren", meinte Vettel und bezog sich auf die Safety-Car-Phasen, die zu jedem Rennen in Singapur dazugehören.

GIERIGE BULLEN

Dem früheren Team von Sebastian Vettel liegt der Kurs. Das belegen auch die Plätze zwei für Daniel Ricciardo und vier für Max Verstappen aus der Qualifikation. Teamchef Christian Horner rechnet sich natürlich Siegchancen aus. Nur mit der richtigen Reifenstrategie sei das aber möglich, räumte er ein. Mit Rang zwei war Ricciardo 2015 schon ganz dicht dran, damals erlitt Mercedes aber einen unerwarteten Einbruch. "Wenn wir den Start hinbekommen, den wir uns wünschen, dann können wir auch die Situation kontrollieren", meinte Ricciardo.

GLITZERNDES DRUMHERUM

Der Marina Bay Street Circuit ist eine Augenweide - insbesondere das Drumherum. 1600 Lichtprojektoren erhellen den holprigen Straßenkurs; die auf den Asphalt knallenden Unterböden der Formel-1-Wagen sorgen für spektakulären Funkenflug. Die Zuschauer vor Ort und an den TV-Geräten bekommen beste Werbung für einen Trip nach Singapur geboten: Das in der Nacht funkelnde Riesenrad oder das sündhaft teure Hotel Marina Bay Sands sind Postkartenmotive.

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