DEB-Team verpasst WM-Viertelfinale: 2:4 gegen Tschechien

DEB-Coach Pat Cortina hat mit seinem Team keine Chance mehr auf das WM-Viertelfinale. Foto: Filip Singer
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DEB-Coach Pat Cortina hat mit seinem Team keine Chance mehr auf das WM-Viertelfinale. Foto: Filip Singer
Deutschlands Keeper Timo Pielmeier nach der Niederlage gegen Tschechien. Foto: Filip Singer
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Deutschlands Keeper Timo Pielmeier nach der Niederlage gegen Tschechien. Foto: Filip Singer
Die Tschechen bejubelten den Sieg gegen das DEB-Team. Foto: Filip Singer
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Die Tschechen bejubelten den Sieg gegen das DEB-Team. Foto: Filip Singer
Patrick Reimer beförderte den Tschechen Martin Erat per Bodycheck an die Bande. Foto: Filip Singer
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Patrick Reimer beförderte den Tschechen Martin Erat per Bodycheck an die Bande. Foto: Filip Singer
DEB-Keeper Timo Pielmeier wehrte einen Schuss der Tschechen ab. Foto: Filip Singer
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DEB-Keeper Timo Pielmeier wehrte einen Schuss der Tschechen ab. Foto: Filip Singer
Tschechien spielte in Prag gegen Deutschland. Foto: Salvatore Di Nolfi
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Tschechien spielte in Prag gegen Deutschland. Foto: Salvatore Di Nolfi

Die Chance auf die erste Viertelfinalteilnahme seit 2011 ist dahin. Trotz einer starken Leistung gegen den WM-Gastgeber Tschechien verliert das deutsche Eishockey-Team mit 2:4. Gegen Österreich am Montag muss das Cortina-Team noch einen Punkt holen.

Prag (dpa) - Nach dem zerstörten Traum vom WM-Viertelfinale wollte Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina vom Alptraum Abstieg nichts mehr wissen.

"Wirklich, wir können noch absteigen?", fragte Cortina verblüfft nach dem 2:4 (1:1, 1:2, 0:1) in Prag gegen WM-Gastgeber Tschechien, das alle Chancen auf die erste Viertelfinalteilnahme seit 2011 beendete: "Das glaube ich nicht. Wir schauen nur nach vorne und wollen das Turnier unter den Top Ten beenden. Ich hoffe, meine Spieler sehen das genauso."

Vor seinem wahrscheinlich letzten Spiel als Bundestrainer am Montag gegen Österreich machte Cortina gar mögliche Motivationsprobleme seines Teams aus. "Das wird die größte Herausforderung", meinte der Italo-Kanadier, dessen Vertrag nach der vierten WM in Serie ohne Viertelfinale und der dritten unter seiner Verantwortung endet und wohl nicht verlängert wird.

Dabei benötigt Deutschland gegen Österreich tatsächlich noch mindestens einen Punkt, um den unwahrscheinlichen Abstieg auch rechnerisch zu verhindern. "Wir müssen gewinnen, ganz einfach, wir spielen dann nicht nur auf einen Punkt", stellte Stürmer Patrick Reimer klar. Bei einer deutlichen Niederlage gegen Österreich müsste der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) im schlimmsten Fall noch bis Dienstagabend zittern und wäre von den anderen Ergebnissen abhängig. Am letzten Vorrundenspieltag der WM hat Deutschland spielfrei.

Mindestens ein Punkt wäre auch gegen den zwölfmaligen Weltmeister Tschechien möglich gewesen. Tore von Daniel Pietta (8. Minute) und Michael Wolf (24.) sowie eine erneut überzeugende Teamleistung reichten indes nicht für den ersten WM-Sieg seit acht Jahren gegen Tschechien. Die NHL-Legende Jaromir Jagr besiegelte mit seinem Treffer zum 4:2 (56.) die deutsche Niederlage. Zudem trafen Michal Vondrka (14.), Petr Koukal (26.) und Jakub Voracek (28.) für den WM-Gastgeber, der damit den Viertelfinaleinzug perfekt machte.

"Individuelle Fehler zu falschen Zeit im Spiel" machten laut Cortina die Hoffnungen auf das Viertelfinale zunichte. Und ein Geniestreich von Superstar Jagr. "Wenn er diesen genialen Moment nicht hat, geht das Spiel 2:2 aus", wetterte Kapitän Michael Wolf. Dieser geniale Moment des inzwischen 43 Jahre alten tschechischen Volkshelden war dessen Pass vor dem 2:3 durch Voracek. "Das ist Weltklasse", meinte Wolf.

Durch die vierte Niederlage im sechsten WM-Spiel ist auch praktisch die letzte Chance dahin, im nächsten Jahr die Qualifikation für Olympia 2018 in Deutschland ausrichten zu können. Auch mit einem Sieg gegen Österreich könnte das deutsche Team die dafür notwendigen Punkte in der Weltrangliste wohl nicht mehr erreichen.

"Das ist sehr bitter. Wir haben alles gegeben und vielleicht den ein oder anderen Fehler zu viel gemacht", meinte Reimer nach der Pleite. Vor 17 383 Zuschauern in der ausverkauften Prager O2 Arena war Deutschland zuvor gar zweimal in Führung gegangen. Am Ende aber setzte sich die spielerische Klasse der Tschechen durch. "Die haben einfach unglaubliche Spieler", meinte Wolf.

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