DSV weiter ohne WM-Medaille - Frühes Aus im Team-Event

Felix Neureuther kann das Aus nicht fassen. Foto: Jean-Christophe Bott
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Felix Neureuther kann das Aus nicht fassen. Foto: Jean-Christophe Bott
Veronique Hronek verlor das erste Duell mit ihrer Gegnerin aus Kanada und verletzte sich sogar. Foto: Johann Groder
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Veronique Hronek verlor das erste Duell mit ihrer Gegnerin aus Kanada und verletzte sich sogar. Foto: Johann Groder
Die Kanadier feierten ihren Sieg gegen das DSV-Team. Foto: John G. Mabanglo
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Die Kanadier feierten ihren Sieg gegen das DSV-Team. Foto: John G. Mabanglo
Zwischen den Läufen wurde die Piste neu präpariert. Foto: Johann Groder
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Zwischen den Läufen wurde die Piste neu präpariert. Foto: Johann Groder
Der Österreicher Marcel Hirscher wirft sich ins Ziel. Foto: Johann Groder
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Der Österreicher Marcel Hirscher wirft sich ins Ziel. Foto: Johann Groder
Christoph Nösig and Michaela Kirchgasser jubeln über den Gewinn der WM-Goldmedaille. Foto: John G. Mabanglo
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Christoph Nösig and Michaela Kirchgasser jubeln über den Gewinn der WM-Goldmedaille. Foto: John G. Mabanglo

Vail (dpa) - Die Enttäuschung nach dem unerwarteten Erstrunden-Aus im Team-Event der Ski-WM war Felix Neureuther ins Gesicht geschrieben. Regungslos stand der 30-Jährige nach der völlig überraschenden Niederlage gegen die späteren Silbermedaillengewinner aus Kanada im Zielraum von Vail.

Zwar hatte Neureuther sein Duell gegen Trevor Philp gewonnen - aus dem 0:2 war noch ein 2:2 geworden. Unter dem Strich war Team Germany aber 0,05 Sekunden zu langsam und musste die Hoffnungen auf die erste Medaille der Titelkämpfe in den USA früh aufgeben. "Die Enttäuschung ist schon groß", sagte Neureuther. Gold holten sich die Titelverteidiger aus Österreich.

Im kleinen Finale gewann Schweden Bronze gegen die Schweiz. Gastgeber USA schied im Viertelfinale des spektakulären und stimmungsvollen Wettbewerbs in den Rocky Mountains aus.

Veronique Hronek kam mit dem Verdacht auf eine schwerere Verletzung im linken Knie zur Untersuchung ins Krankenhaus. 2013 hatte die 23-Jährige in dem Gelenk einen Innen- und Kreuzbandriss.

Mit seiner eigenen Fahrt zeigte sich Neureuther vor dem Riesenslalom der Herren am Freitag und dem Slalom am Sonntag zufrieden, deutete aber auch Kritik an der Personalauswahl für das Team-Event an. "Wenn man eine Lena Dürr am Start hat, die Moskau gewonnen hat und die eine Slalom-Fahrerin ist, dann kann man nicht ganz nachvollziehen, dass...", sagte Neureuther mit Blick auf den Einsatz von Viktoria Rebensburg und Hronek, die beide im Weltcup keinen Slalom fahren oder lange nicht mehr gefahren sind und zuletzt ihre besten Leistungen in Abfahrt und Super-G gezeigt hatten. Dürr hat ihren einzigen Sieg im Weltcup beim Parallel-Slalom in Russland geholt.

Damen-Cheftrainer Markus Anwander sagte zur Kritik Neureuthers: "Kann sein, dass der Felix da nicht glücklich drüber ist. Aber die Trainer stellen auf, das war unsere Entscheidung. Die Niki hat einfach den besseren Eindruck hinterlassen in der letzten Zeit. Es hat sich ja auch bewahrheitet, dass sie das im Griff hat - bis zu dem Zeitpunkt, wo sie ausgeschieden ist."

Nach Gold 2005 und Bronze 2013 muss Deutschland nun weiter auf die dritte Medaille in einem Team-Event warten. Dabei zählte die Mannschaft zu den Favoriten auf einen Podestplatz. Hronek verlor aber schon ihr erstes Duell gegen Erin Mielzynski nach einem Fahrfehler kurz vor dem Ziel. Danach hatte sie Schmerzen im Knie. Linus Strasser war 0,01 Sekunden langsamer als Phil Brown. Viktoria Rebensburg profitierte von einem Sturz von Candace Crawford und verkürzte.

Neureuther gewann zwar mit 0,23 Sekunden Vorsprung und glich aus zum 2:2. In der Addition der Zeiten des schnellsten Herren und der schnellsten Dame war Kanada aber besser. "Wir haben uns viel vorgenommen. Das ist schade. Es ist ziemlich knapp gewesen", sagte Rebensburg. "Natürlich ist das erst mal ärgerlich. Wir haben uns viel vorgenommen."

Ein schlechtes Zeichen gab es schon vor dem ersten Start: Fritz Dopfer, der im Training in Park City gestürzt war und seither Rückenschmerzen hat, musste auf den Wettkampf verzichten. "Die Lücke ist schwer zu schließen, der Fritz war der absolute Gewinner in Schladming, der beste Mann im Team", sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier mit Blick auf die vergangene WM, als Dopfer für das deutsche Team die entscheidenden Punkte lieferte. Zumindest für die Einzelrennen soll das Problem des zuletzt sehr starken Dopfer aber vollends im Griff sein. "Wir gehen davon aus, dass die medizinische Abteilung ihn bis zum Riesenslalom hinbekommt."

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