DFB-Präsident Niersbach kann Amt nicht ruhen lassen

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DFB-Präsident Wolfgang Niersbach kann sein Amt nicht ruhen lassen, aber zurücktreten. Foto: Hendrik Schmidt

Düsseldorf (dpa) - Ein DFB-Präsident kann sein Amt nicht ruhen lassen. Weder das im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelte Vereinsrecht noch die Satzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) kennen das "Ruhenlassen" eines Vorstandsamtes.

Wenn ein Vorstandsmitglied im Amt ist, muss das Amt auch umfassend - allein aus haftungsrechtlichen Gründen - ausgeübt werden, oder es muss vom Amt zurücktreten.

Nach § 32 der DFB-Satzung ist der Vorstand berechtigt, Präsidiums-, Vorstands- und Ausschussmitglieder "bei grober Pflichtverletzung oder bei Unwürdigkeit" mit sofortiger Wirkung ihrer Tätigkeit im DFB durch schriftlich begründete Entscheidung bis zum nächsten ordentlichen Bundestag zu entheben. Der Betroffene hat das Recht dagegen Beschwerde beim Bundesgericht einzulegen. Eine Suspendierung von Vorstandsmitgliedern sieht die DFB-Satzung nicht vor.

Ebenfalls ist in der DFB-Satzung bei einem Rücktritt oder einer Amtsenthebung des Präsidenten keine explizite Nachfolgeregelung festgelegt.

DFB-Satzung

Leitfaden des Bundesjustizministeriums zum Vereinsrecht

Vereinsrechtsberatung der Sportjugend Berlin

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