Nach Kampf im Februar 2015 erhöhte Nandrolonwerte festgestellt

Dopinggerüchte um Fury: Box-Chef Pütz fordert Aufklärung

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Tyson Fury steht unter dem Verdacht, gedopt zu haben.

Hamburg - In der angeblichen Doping-Affäre um Boxweltmeister Tyson Fury gibt es noch immer nicht geklärt. Der Präsident des deutschen Boxverbandes drängt aber auf eine baldige Aufklärung.

„Wir warten auf eine Mitteilung der englischen Anti-Doping-Agentur UKAD. Ich weiß nicht, was die seit Februar 2015 ermitteln“, sagte Thomas Pütz, Präsident des Bundes Deutscher Berufsboxer (BDB), am Donnerstag.

Bei Fury sollen nach dem Kampf gegen den Hamburger Christian Hammer im Februar 2015 erhöhte Nandrolonwerte festgestellt worden sein, hatte eine englische Zeitung vor einigen Tagen berichtet. Es soll eine Anhörung Furys gegeben haben, Konsequenzen seien aber nie gezogen worden. Im November 2015 gewann Fury den WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko. Bei einem Dopingvergehen zuvor hätte er aber gesperrt werden müssen.

„Wenn die englische Behörde glaubt, das aussitzen zu können, dann irrt sie. Wir drängen auf Aufklärung und lassen nicht locker“, sagte Pütz. Der Ukrainer Klitschko boxt mit einer deutschen Lizenz. Der erste Kampf in Düsseldorf fand unter BDB-Aufsicht statt.

Der ursprünglich für diesen Samstag in Manchester angesetzte Rückkampf zwischen Fury und Klitschko musste verschoben werden. Als Grund war eine Knöchelverletzung des Briten angegeben worden. Ein neuer Termin wurde noch nicht ausgehandelt. Im Gespräch ist Ende Oktober. „Solange die Dopingsache nicht geklärt ist, hätte ich Bedenken, den Kampf stattfinden zu lassen“, sagte Pütz. Verantwortlich für den Rückkampf ist der englische Verband.

dpa

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