Formel-1-Boss

Ecclestone verzichtet auf besonderen Schutz in Brasilien

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Formel-1-Chef Bernie Ecclestone hat in Brasilien keine Angst. Foto: Valdrin Xhemaj

São Paulo (dpa) - Bernie Ecclestone verzichtet trotz der Entführung seiner Schwiegermutter in diesem Jahr in São Paulo nach eigenen Angaben auf zusätzliche Schutzmaßnahmen für sich und seine Frau beim Großen Preis von Brasilien.

"Nein, es gibt keinen Grund ängstlich zu sein oder sich Sorgen zu machen", sagte der Geschäftsführer der Motorsport-Königsklasse in einem Interview der "Bild"-Zeitung. Brasilien sei nicht so gefährlich, wie die Leute dächten, meinte der 86 Jahre alte Brite.

Seine dritte Ehefrau (38) stammt aus Brasilien. Ihre Mutter war im Sommer entführt worden. Die Polizei hatte die 67-Jährige gefesselt, aber unverletzt nach neun Tagen in einem Haus im Großraum São Paulo gefunden. Die Entführer hatten sich als Paketboten ausgegeben. Das geforderte Lösegeld von 120 Millionen Reais (33 Mio Euro) wurde nicht gezahlt.

"Ich habe keine Angst. Wovor denn? In den letzten acht Jahren war das eine der größten Entführungen", meinte Ecclestone nun. 2010 entging Pilot Jenson Button, der ein Jahr zuvor in Brasilien im Brawn-Rennwagen den WM-Titel gewonnen hatte, allerdings nur knapp einem bewaffneten Überfall. Es passierte auf der Rückfahrt von der Strecke in Interlagos zum Hotel im dichten Verkehr. "Dann hab ich einen Hund gesehen, der sehr putzig war. Das nächste, was ich gesehen habe, war ein Mann mit einer Waffe", hatte Button damals erklärt. Verletzt worden war niemand. Der Fahrer von Buttons Wagen hatte schnell reagiert, sie hatten dem Überfall entgehen können.

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