Kassel. Die Eishockey-Party in Kassel geht weiter. Was für die EC Kassel Huskies ein himmlisches Vergnügen war, wurde für die Eisteufel aus Frankfurt zur Hölle. 17:0 hieß es am Ende.

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Ja, richtig gelesen. Kassel hat seine Schlittenhunde wieder. Der Verein hatte die Fans aufgerufen, über einen neuen Namen abzustimmen. Und das Ergebnis war eindeutig: Die Anhänger wollten ihre alten Huskies wiederhaben.
Und nicht nur das. Die Zeit in der DEL ist vergessen, seit Sonntagabend gilt in der Kasseler Eissporthalle ein neues Motto: "Hessenliga ist so schön" - wie die Fans auf dem Heuboden Anfang des zweiten Drittels erstmals anstimmten.
Nicht ohne Grund, denn die Auftritte der alten, neuen Schlittenhunde in der fünften Spielkasse bestehen einfach aus all den Zutaten, die einen unterhaltsamen Eishockeyabend ausmachen: das erste Bully von Nationalspieler Manuel Klinge, einen souveränen Auftritt der eigenen Mannschaft, jede Menge Tore, 5212 schalschwenkende Fans.
Die Rekordmarke aus dem ersten Spiel, 5083, wurde noch einmal getoppt. 5212! Und die bekamen wie schon im ersten Spiel wieder jede Menge gute Unterhaltung auf dem Eis geboten.
Vor allem von den jungen Spielern im Team, die das Toreschießen übernahmen. Etwa die überragenden Florian Böhm und Oliver Mizera mit je drei Treffern, dazu ein bestens aufgelegter Patrick Berendt, der ein ums andere Mal als Vorbereiter glänzte, der später noch zweimal traf.
Fast schien es, als sei das Tor der Gäste zum Beschuss freigegeben. Schon nach zwei Minuten klingelte es es, als Böhm zum erwarteten 1:0 einschob. So hätte es weitergehen können. In den folgenden Minuten lag den Fans mindestens zwölfmal der Torjubel auf den Lippen, doch der Puck wollte einfach nicht ins Tor der Frankfurter.
Das lag nicht zuletzt am Schlussmann der Eisteufel, Benjamin Müller. Erst nach 13 Minuten konnten die Kasseler wieder jubeln: Böhm erhöhte zum längst überfälligen 2:0. Mizera und Niels Hilgenberg besorgten zur Drittelpause das verdiente 4:0. So viele Chancen die Huskies im ersten Drittel n och ausgelassen hatten, so konsequent nutzten sie diese gleich nach dem Wiederanpfiff - getreu der Maxime: Jeder Schuss ein Treffer. Böhm (5:0) und Mizera (6:0) legten vor.
Danach durfte auch mal ein Verteidiger ran. Dennis Klinge legte von der roten Linie ein sehenswertes Solo hin und versenkte zum 7:0. Danach trugen sich auch noch Maximilian Röllig (8:0) in seinem ersten Hessenliga-Spiel, Niels Hilgenberg (9:0), Sascha Schardt (10:0), Berendt (11:0), Patrick Schädel (12:0), Maximilian Vater (14:0) und Ralf Hartfuß (15:0) in die Torschützenliste ein.
Und die Gäste? In 60 Minuten Spielzeit kamen sie zu exakt drei Torchancen. Die beste Chance zum Ehrentreffer hatte Jochen Hegener Mitte des letzten Drittels. Zum Abschluss machten die Huskies mit ihren Fans erst die Welle, dann die Raupe. Und zum Abschluss durften sogar die Frankfurter eine Ehrenrunde laufen. Ja, Hessenliga ist schön.
Von Michaela Streuff
Montagmorgen gibt es auch ein Video.
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