Kassel. Gegen die Kassel Huskies ist bei der Staatsanwaltschaft Kassel eine Anzeige wegen Verdachts auf Insolvenzverschleppung beziehungsweise Verdachts auf Verstoß gegen die Insolvenzordnung eingereicht worden.
Unserer Zeitung liegt der Wortlaut der anonymen Anzeige vor. Darin wird kritisiert, dass der Bruder des Huskies-Eigentümers Dennis Rossing die Schulden der Schlittenhunde bei der DEL in Höhe von 70.000 Euro beglichen hat.
Damit, so heißt es in der Anzeige, wollte man den einzigen Gläubiger, der gefährlich werden könnte, loswerden. Damit verbunden sei aber eine Benachteiligung der anderen Gläubiger. Während diese wohl nur 20 Prozent ihres eingezahlten Geldes zurück erhalten würden, hätte die DEL die gesamte Summe erstattet bekommen.
Der Sprecher des Amtsgerichts Kassel, Reinhold Kilbinger, sagte dazu auf Anfrage, diese Anzeige habe keinerlei Aussicht auf Erfolg. Der Bruder des Kassel-Eigentümers habe mit dem Insolvenzverfahren nichts zu tun. Er könne Schulden begleichen, wie und an wen er wolle. Das sei nicht strafbar. Die Staatsanwaltschaft Kassel teilt diese Auffassung des Amtsgerichts. (tho)
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