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DEL vergibt Lizenzen am 2. Juli

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Berlin. Die von großen Problemen bei einigen Clubs gebeutelte Deutsche Eishockey-Liga (DEL) wird endgültig am 2. Juli entscheiden, welche Vereine in der neuen Saison starten. An diesem Tag soll es nach Angaben von Liga-Chef Gernot Tripcke vom Dienstag eine Gesellschafterversammlung geben.

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Der Ort ist noch offen. Am Montagabend war für die 15 DEL-Vereine und Zweitliga-Meister EHC München die Frist abgelaufen, um ihre Lizenzunterlagen einzureichen.

Als Sorgenkinder gelten die Kassel Huskies, die Frankfurt Lions und die Kölner Haie. Auch die Krefeld Pinguine hatten finanzielle Probleme, die sie nach eigenen Angaben aber überwunden haben. Vor der vorigen Saison mussten die Nürnberg Ice Tigers bangen, die Füchse Duisburg hatten sich zurückgezogen.

Der Tabellen-Letzte Kassel Huskies hatte mit einer einstweiligen Verfügung vor dem Kölner Landgericht erreicht, das der von DEL beschlossene Ausschluss nicht vollzogen werden darf. Die DEL hat inzwischen Beschwerde gegen den Insolvenzplan der Huskies eingelegt, wie der Club am Dienstagabend bestätigte.

Kassel, das sich in der Insolvenz befindet, müsse wie alle anderen Clubs geprüft werden, erklärte Tripcke der Fachzeitschrift „Eishockey News“.„Die Frage ist, ob Insolvenzrecht Gesellschaftsrecht bricht. Wenn Kassel Erfolg hätte und man sich mit einem Insolvenzplan aller Schulden entledigen könnte, wäre das gesamte Lizenz-Verfahren ad absurdum geführt.“

Empört reagierten die Huskies auf den Schritt des Dachverbandes. „Somit behindert die DEL erneut wissentlich und absichtlich die Sanierung einer ihrer Gesellschafterinnen, denn ohne die haltlosen Torpedierungsversuche wären die Kassel Huskies bereits ein rechtskräftig saniertes, gesundes Unternehmen“, hieß es in einer Presseerklärung.

„Die Huskies sollen mit allen Mitteln und völlig überflüssigerweise im Insolvenzverfahren gehalten werden, da der DEL die Zeit davon läuft. Durch ihre hausgemachten Fehler war es ihr bislang unmöglich, ihre Absicht, die Kassel Huskies aus der DEL auszuschließen, umzusetzen.“ Der DEL-Verein sprach von einem „perfiden Plan“ der DEL. Die Sache müsse nun an die nächsthöhere Instanz, das Landgericht Kassel, abgegeben werden.

Die Zukunft der Frankfurt Lions soll sich in den nächsten zwei bis drei Wochen entscheiden. Dazu müsste der Ex-Meister zunächst seinen Insolvenzantrag zurücknehmen. „Durch den Antrag ist an sich nichts passiert. Frankfurt muss aber seine Leistungsfähigkeit nachweisen, und das geht mit einem Insolvenzantrag nicht“, betonte Tripcke.

Offen ist laut Tripcke, ob und in welcher Form über den EHC München entschieden wird, dem wegen einer Fristversäumnis zunächst die Lizenz verweigert wurde. Der Club hatte sich am vorigen Donnerstag in Köln präsentiert, hat aber auch ein Angebot zur Aufnahme in die österreichische Liga vorliegen. Anfang nächster Woche will die DEL klären, ob das Schiedsgericht oder die Gesellschafter in einem Umlaufbeschluss per Telefon oder Fax entscheiden.

Die Münchner treiben derweil ihre Planungen voran und verlängerten bereits die Verträge mehrerer Spieler. Weitere Akteure sollen folgen, sobald die Ligazugehörigkeit feststeht. „Wir haben einen guten Stamm an Spielern zusammen und werden je nach Liga dann entsprechend reagieren“, sagte der sportliche Leiter Christian Winkler. (dpa)

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