Kassel. Gleich in zwei Artikeln fällt die „Eishockey News“ regelrecht über die Huskies und ihren Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle her. Die Schliitenhunde reagieren: "DEL verhindert Sanierung der EC Kassel Huskies Sportmanagement GmbH erneut", heißt es in einer Pressemitteilung am Dienstagabend.
Der Tenor: „Westhelle und seine Spießgesellen“, so das Fachblatt, würden tricksen und stänkern, sie seien unverfroren und unverschämt. Westhelle sei auf „menschlicher Ebene ein totaler Versager“.
Wolfgang Karl, Redaktionsleiter der „Eishockey News“, schreibt unter anderem in seinem Kommentar: „Ein Club, der mit Hilfe von Selbstdarstellern wie Fritz Westhelle versucht, die Gemeinschaft zu hintergehen und das System zu torpedieren, der muss aussortiert werden. Die Statuten lassen nicht zu, dass man sich mittels Tricksereien und politischer Seilschaften seiner Schulden entledigt und dann weiter munter mitmischt als ob nichts wäre.“
Alexander Brandt, Kolumnist des Blattes, meint auf der gleichen Seite weiter unten: „In dieser Woche muss ich mit meiner Kolumne vorsichtig sein, denn wenn ich hier ehrlich zu Papier bringe, was ich von Westhelle und seinen Spießgesellen denke, hetzen die wahrscheinlich zehn Anwälte auf mich, drohen mir mit Gefängnis und stoppen den Verkauf der Eishockey News. Bei all seiner Kenntnis sämtlicher juristischer Winkelzüge ist Herr Westhelle auf menschlicher Ebene ein totaler Versager, denn bereits im Sandkasten lernt man: Wer immer nur stänkert, darf nicht mitspielen! Das Thema Kassel ist schon lange nicht mehr kontrovers, niemand will die Huskies noch in der Liga sehen, Westhelle hat einen einst stolzen Standort ins Abseits gestellt.“
DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke erklärt auf der gleichen Seite in einem Interview zum Streit mit den Huskies: „Der Fall wird wohl vor Gericht geklärt werden müssen. Die Frage ist, ob Insolvenzrecht Gesellschaftsrecht bricht. Wenn Kassel Erfolg hätte, würde das Urteil weit über die DEL hinwegstrahlen. Wir haben unsere Regularien, die übrigens auch Kassel mitbeschlossen hat, und halten diese nach wie vor für richtig. Wenn Kassel Erfolg hätte und man sich mit einem Insolvenzplan aller Schulden entledigen könnte, wäre das gesamte Lizenz-Verfahren ad absudrum geführt.“
Westhelle zeigte sich von der Kritik unbeeindruckt. Man werde die Entscheidung des Kasseler Landgerichts abwarten und wolle sich dafür einsetzen, dass sie möglichst schnell falle, so Westhelle. (tho)

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Die Pressemitteilung der Huskies vom 1. Juni 2010:
"DEL verhindert Sanierung der EC Kassel Huskies Sportmanagement GmbH erneut: Die DEL hat am 28. Mai Beschwerde gegen den Beschluss des Amtsgerichts Kassel zur Bestätigung des einstimmig beschlossenen Insolvenzplans eingelegt.
Weiterhin sieht sie die Rechtspflegerin, die die Gläubigerversammlung leitete, als befangen an. Die Sache muss nun an die nächsthöhere Instanz, das Landgericht Kassel, abgegeben werden, welches über die Beschwerde und den Befangenheitsantrag entscheiden muss. Der im Insolvenzverfahren bereits auf den 02.06.2010 anberaumte Schlusstermin musste auf Grund der Beschwerde wieder aufgehoben werden.
Somit behindert die DEL erneut wissentlich und absichtlich die Sanierung einer ihrer Gesellschafterinnen, denn ohne die haltlosen Torpedierungsversuche wären die Kassel Huskies bereits ein rechtskräftig saniertes, gesundes Unternehmen.
Es liegt auf der Hand, was die DEL mit ihrem derzeitigen Handeln bezweckt. Die Huskies sollen mit allen Mitteln und völlig überflüssigerweise im Insolvenzverfahren gehalten werden, da der DEL die Zeit davon läuft. Durch ihre hausgemachten Fehler war es ihr bislang unmöglich, ihre Absicht, die Kassel Huskies aus der DEL auszuschließen, umzusetzen.
Nun steht sie vor dem Problem, einen gesunden Club ausschließen zu wollen, was de facto nicht möglich ist. Am Freitag dieser Woche wäre das Insolvenzverfahren abgeschlossen worden. Dies wollte die DEL mit allen Mitteln verhindern.
Die Kassel Huskies sind ob dieses perfiden Plans der DEL, der nunmehr noch nicht einmal mehr Halt vor den Entscheidungen und vor allem den Bediensteten ordentlicher Gerichte macht, in höchstem Maße bestürzt. Sie können und müssen akzeptieren, dass sie auf Grund des beschrittenen Weges kritisiert und attackiert werden, sie erachten es jedoch als absolut verwerflich, dass die DEL nunmehr die Neutralität und Glaubwürdigkeit einer Gerichtsbediensteten in Frage zu stellt, um ihr Ziel, die Huskies aus der DEL auszuschließen, weiterhin verfolgen zu können.
Die Kassel Huskies fühlen sich ob des erneuten Torpedierungsversuchs der DEL nur noch mehr bestärkt, mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt des Spitzeneishockeys in Kassel zu kämpfen."
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