Kassel. Die Zukunft der Huskies scheint auch nach dem Auftritt von Investor Dennis Rossing auf dem Eis in der Kasseler Eishalle noch nicht gesichert. Dennoch appellierte er an die Fans: "Haltet durch!"
Nach einem turbulenten Freitag sagte Rossing zu den Fans: "Schön, dass ihr alle so zahlreich da seid. Ich sage euch heute: Im Moment sind wir noch sehr optimistisch, dass wir bis Montagabend eine Lösung finden werden. Ich bitte euch: Haltet durch. Wir arbeiten an einem Konzept, einer Chance für die Zukunft", so der Investor aus Bad Hersfeld. Sein Appell: "Tut mir einen Gefallen: Glaubt an die Zukunft. Besser kämpfen und an die Zukunft glauben als nichts tun."
Weniger optimistisch klangen die letzten Sätze des Geschäftsmannes: "Ich bitte euch: Erinnert euch auch an die schöne Vergangenheit, an die tollen Spiele auf einem hohen sportlichen Niveau."
Am Freitagnachmittag standen die Zeichen für eine Übernahme der Kassel Huskies durch Rossing nicht gut. Wie die HNA aus gut informierten Kreisen erfuhr, soll es zwar am späten Nachmittag noch ein Gespräch zwischen Rossings und dem derzeitigen Huskies-Eigner Rainer Lippe geben. Lippe hatte den Termin zur Vertragsunterzeichnung, der um 13.30 Uhr am Freitag angesetzt war, platzen lassen.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Einen neuen Termin beim Notar gibt es nicht. Bis Montag soll nun, so hieß es, Weiteres geklärt werden.
Im Detail geht es um den Entwurf eines Übernahmevertrages, der zwischen Rossings Anwalt und dem Kasseler Anwaltsbüro Westhelle ausgearbeitet wurde. Letzteres ist auf Insolvenzen spezialisiert und hat in den vergangenen Tagen die Huskies-Unterlagen geprüft.
Gegen einzelne Klauseln des Vertrages hatte Huskies-Anwalt Dr. Andreas Nodoushani Bedenken. Grund: Lippe, dessen Huskies GmbH hoch verschuldet ist und im Laufe dieser Saison ein zusätzliches Defizit von mindestens 500.000 Euro erwirtschaftet, soll sich unter anderem bereit erklären, für eventuell weitere auftretende Defizite zu haften.
Weitere Verhandlungen am heutigen Freitag waren nicht möglich, weil Nodoushani sich auf Dienstreise nach Hamburg begeben hatte. Lippe selbst, so hieß es, habe keine Ansprüche mehr gegen Rossing, wolle die GmbH für einen Euro verkaufen - Rossing wolle die Schulden der Huskies übernehmen.
Rossing sei von Lippes Seite ein weiteres Gespräch am Sonntagnachmittag angeboten worden, dabei wolle Oberbürgermeister Bertram Hilgen als Vermittler auftreten.
Zum jetzigen Zeitpunkt ist für 18.30 Uhr in der Halle eine Pressekonferenz angekündigt.
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