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Kassel Huskies in die Zweite Liga: DEL will nicht querschießen

Huskies haben kein Geld

Huskies und die 2. Liga: DEL will nicht querschießen

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Kassel. Die Deutsche Eishockey-Liga (DEL) werde nicht querschießen, wenn die Kassel Huskies in die 2. Liga wollen. Das sagte uns DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke Montagnachmittag am Telefon.

Allerdings wisse er nocht nicht, ob die DEL ihre Rechtsbeschwerde beim Bundesgerichtshof zurückziehen werde, sagte Tripcke. Das komme auf Gespräche mit den Huskies an. Es sei viel zu bereden, erklärte Tripcke. So müsse geklärt werden, wie man zum Beispiel die Anwaltskosten aufrechne. Wie verlautet, seien Kosten im sechstelligen Bereich auf beiden Seiten entstanden.

Außerdem gebe es offiziell immer noch weitere Verfahren, zum Beispiel das Hauptverfahren vor dem Kölner Landgericht. Tripcke: "Wir müssen erst einmal abklären, welche Ansprüche wir nun gegen die Huskies haben und wie es weitergehen könnte." Unklar sei der DEL momentan auch, wer eigentlich der Ansprechpartner bei den Huskies sei. Tripcke. "Es werden in den nächsten Tagen viele Gespräche stattfinden."

Unklar ist ebenso, ob die Gläubiger Geld erhalten werden. Es gibt zwar einen verabschiedeten Insolvenzplan, der aber durch die DEL-Beschwerde vor dem Bundesgerichtshof noch nicht rechtskräftig ist. In dem Insolvenzplan wird eine Quote für die Gläubiger von 20 Prozent anvisiert. Das wären bei rund zwei Millionen Euro Schulden etwa 400.000 Euro.

Unklar ist aber zurzeit, ob der Plan überhaupt umgesetzt werden kann - ob also die Gläubiger ihr Geld erhalten. Sachwalter Dr. Frank-Ludwig Danko: "Da legen Sie einen Finger in die Wunde". Denn Danko hat bei Gericht die "Masse-Unzulänglichkeitserklärung" beantragt. Die besagt, dass die Huskies kein Geld haben, um das laufende Geschäft bezahlen zu können.

Danko: "Die Aufgabe der Huskies-Geschäftsführung ist es nun, Geld zu besorgen und einen möglichen Spielbetrieb in der 2. Liga zu sichern." Dann könne er auch den Antrag, die Masse unzulänglich erklären zu lassen, zurücknehmen, sagte Danko. Auch Huskies-Eigner Dennis Rossing hatte sich in dem Insolvenzplan verpflichtet, noch einmal 150.000 Euro zu zahlen. Geflossen ist das Geld bisher wohl nicht. Wie man an Geld kommt, wollen die Huskies noch am Montag beraten, sagte Dr. Fritz Westhelle. Bis zum Abend will man einen so genannten Business-Plan für die 2. Liga aufstellen. Dann müsste auch klar sein, ob die Huskies mit Sponsorengeld rechnen können oder nicht. (tho)

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