Duisburg. Spätestens seit Sonntag Abend ist klar, dass die Zwischenrunde der Eishockey-Oberliga West kein Selbstläufer für die Kassel Huskies werden wird. In einer turbulenten und torreichen Partie unterlagen die Nordhessen bei den Füchsen Duisburg mit 5:8 (1:4, 4:2, 0:2).
Dabei mussten die Huskies erneut auf ihren erkrankten Kapitän Manuel Klinge verzichten. Auch Bruder Dennis, Stefan Heinrich und Torhüter Martin Fous (für Wolfsburg in der DEL im Einsatz) hatten die Reise ins Ruhrgebiet nicht angetreten.
Die Gastgeber schienen sich für die beiden Niederlagen in der Vorrunde revanchieren zu wollen. Entsprechend stürmisch betraten sie das Eis, machten Druck und legten vor. Clarke Breitkreuz erzielte nach einem Alleingang das 1:0 für die Gastgeber - knapp drei Minuten waren da gespielt. Weitere vier Minuten vergingen, da erhöhte Daniel Huhn auf 2:0 (8.). Und das ausgerechnet in einer Phase, als die Huskies das Tempo angezogen und zumindest kurzzeitig auf den Ausgleich gedrängt hatten. Duisburg konnte nun nach Belieben Schalten und Walten und zog auf fünf Tore davon. Als Thomas Ziolkowsi nach einer knappen halben Stunde das 6:1 für die Gastgeber erzielte, drohte es ein ganz bitterer Abend für die Huskies zu werden.
Sah Huskies-Torhüter Adam Ondraschek beim 0:3 und 1:6 alles andere als glücklich aus, schien es ihm nun Björn Linda im Kasten der Duisburger nachmachen zu wollen. Die Nummer eins der Füchse leistete seinen Beitrag dazu, dass die Huskies wieder Oberwasser bekamen. Christoph Koziol war es, der die Kasseler mit seinem Tor 2:6 zurück ins Spiel brachte. Die Huskies hatten nun ihre beste Phase, kamen durch Alexander Engel, Stéphane Robitaille und Sven Valenti zum verdienten 5:6-Anschluss. Wer weiß, wie die Partie verlaufen wäre, hätte nicht die Pausensirene die Drangphase unterbrochen.
Doch wer zu Beginn des Schlussdrittels einen Sturmlauf der Huskies in Richtung Duisburger Tor erwartet hatte, der wurde enttäuscht. Die Füchse hingegen hatten sich vom Schock der Gegentore erholt und kamen mit dem Schwung aus der Kabine, den die Huskies hätten zeigen müssen. Und infolgedessen machten auch die Gastgeber die Tore. Spätestens nach dem 5:7 war klar, dass die Huskies an diesem Abend erstmals in der laufenden Saison gegen Duisburg als Verlierer vom Eis gehen würden.
SR: Heffler;
Z: 827,
Tore: 1:0 (2:29) Breitkreuz, 2:0 (7:48) Huhn (Schöbel, Hanke), 3:0 (13:04) Strodel (Breitkreuz), 4:0 (16:51) Breitkreuz (Markus Schmidt, Marius Schmidt), 4:1 (18:15) Roedger (Valenti, Sikora), 5:1 (22:12) Breitkreuz, (Marius Schmidt), 6:1 (27:36) T. Ziolkowski (Breitkreuz - 4:4), 6:2 (29:50) Koziol (Engel, Kostyrev), 6:3 (31:23) Engel (Roedger, Sikora), 6:4 (32:57) Robitaille (Vorel, Koziol), 6:5 (37:43) Valenti (Roedger, Robitaille - 5:4) 7:5 (50:56) Hauner (C. Ziolkowsi, Hrstka - 5:4), 8:5 (56:14) Strodel (Raaf-Effertz, Hanke),
Strafzeiten: Duisburg 4+10 Hrstka/ Kassel 6
Von Friedhelm Thelen
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