Kassel. Torflut in der Kasseler Eissporthalle: Nach einem mühsamen Start wurde es doch noch der erwartet klare Sieg. Sven Valenti (3), Petr Sikora (2), Alexander Heinrich (3), Michael Christ (2), Manuel Klinge, Artjom Kostyrew und Patrick Berendt schossen die Huskies zu einem 13:0 (2:0, 5:0, 6:0) gegen den EHC Krefeld.
Ein bisschen Geduld mussten die Huskies-Fans zunächst aufbringen, denn der Tabellen-Vorletzte aus Krefeld agierte zumindest in der Defensive weit besser als erwartet. So hätten die vier Krefelder Fans beinahe noch vor den 3260 Huskies-Anhängern jubeln dürfen. In der zehnten Minute zog Christian Kretschmann auf und davon, tauchte plötzlich allein vor Adam Ondraschek auf, fand aber in Kassels Torwart seinen Meister. Gebrochen aber war der Bann in der 15 Minute. Als fünf Huskies gegen drei Krefelder anrannten, war das Powerplay unwiderstehlich, und der am langen Pfosten lauernde Sven Valenti bugsierte die Scheibe schließlich über die Torlinie.
Nun waren die Huskies auf den Geschmack gekommen, und der zweite Treffer ließ nicht lange auf sich warten. In der 18. Minute legt Manuel Klinge für Petr Sikora auf, und der Mittelstürmer vollendet. Mit dem 2:0-Zwischenstand geht es in die erste Pause. Die Huskies hatten aus den Fehlern des ersten Drittels gelernt und ließen die Scheibe nun schnell und präzise durch die Reihen laufen. Zwar profitierte Alexander Heinrich beim 3:0 noch von einem Schnitzer in der Krefelder Verteidigung, aber dann ging es Schlag auf Schlag.
Und fast immer war Manuel Klinges Schläger im Spiel, wenn ein Tor fiel. Kassels Bester war gestern eher Vorbereiter als Vollstrecker und freute sich mit Petr Sikora (4:0), Sven Valenti (6:0) und Michael Christ (7:0). Dazwischen hatte Alexander Heinrich ohne Klinges Hilfe den Treffer zum 5:0 erzielt. Und in der zweiten Pause haben sich die Huskies-Fans gefragt, ob sich ihre Mannschaft für das Spitzenspiel in Dortmund schonen oder nochmals aufdrehen würde. Die Antwort gab Manuel Klinge nach 18 Sekunden. Diesmal glänzte der Kapitän nicht als Passgeber, sondern als Torschütze. Später wurden die Abstände zwischen den Treffern immer geringer.
Der Rekord: Zwischen Kostyrews 9:0 und Valentis 10:0 lagen nur 50 Sekunden. Den Schlusspunkt setzte Patrick Berendt mit dem 13:0.
Schiedsrichter: Sochiera (Salzgitter) - Zuschauer: 3264, Tore: 1:0 (14:12) Valenti (Christ, Robitaille - 5:3), 2:0 (17:45) Sikora (M. Klinge), 3:0 (27:10) A. Heinrich (Böhm), 4:0 (28.20) Sikora (M. Klinge, E. Grund), 5:0 (32:55) A. Heinrich (Robitaille, Böhm), 6:0 (34:48) Valenti (Sikora, M. Klinge - 5:4), 7:0 (37:54) Christ (Sikora, M. Klinge), 8:0 (40:18) M. Klinge (Sikora, E. Grund), 9:0 (48:22) Kostyrew (Robitaille), 10:0 (49:12) Valenti, 11:0 (50:58) A. Heinrich (Mikesz), 12:0 (52:26) Christ (Sikora, M. Klinge), 13:0 (54:07) Berendt (Roedger, Mikesz). Strafminuten: Kassel 2 - Krefeld 10.
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