Kassel. Im letzten Heimspiel gegen Essen hatten sie mit 2300 Zuschauern die Hütte voll. Im Gastspiel bei den Huskies aber gab’s sieben auf einen Streich in die Kiste: Mit 7:2 (4:0, 2:1, 1:1) wurden die Gäste aus Unna-Königsborn von den Kasselern vom Eis geschossen.
Beim gelungenen Start der Hausherren in die Achter-Endrunde der Oberliga präsentierten die Schlittenhunde vom ersten Bully weg Einbahnstraßen-Eishockey. Und das, obwohl neben den Langzeit-Verletzten Alex Heinrich, Patrick Schädel und Julian Grund kurzfristig auch noch die erkälteten Klinge-Brüder Manuel und Dennis fehlten.
Die Kasseler waren schneller, zielstrebiger, gewannen nahezu alle Zweikämpfe und machten Königsborns Torsteher Sebastian May prompt zum Schwerstarbeiter. Vorteile, die sich rasch auszahlten, schon beim ersten Pausentee waren die Weichen zum Schützenfest gestellt. Das Premierentor von Neuzugang Christoph Koziol, der dank effektiven Forecheckings erfolgreich war (7.), brach früh den Bann. Der bemerkenswert spielfreudige Sven Valenti, der noch zweimal mit Schlagschüssen am Pfosten scheiterte - einmal rechts, einmal links -, legte nach Sikoras Pass in den Rücken der Abwehr sofort nach (8.).
Bei Marek Vorels Schlagschuss in Überzahl machten die Gäste dem unbehelligten Tschechen bereitwillig Platz (18.) und kassierten auch noch das 4:0 (20.), als nun Valenti für Petr Sikora auflegte. Das Bemühen der zahnlosen Bulldogs um langsames Spiel und Schadensbegrenzung war erst im zweiten Drittel erfolgreicher. Der Kasseler Verkehr in der Einbahnstraße flaute ein wenig ab, ja, es gab sogar vereinzelt Königsborner Geisterfahrer. Und einer davon, Wolfgang Hrstka, erwischte Huskies-Schlussmann Martin Fous im Überzahlspiel mit einem Schlagschuss zum 4:1 (26.) eiskalt.
Doch der Schreck währte nur kurz und die Kasseler bekamen ruck-zuck wieder alles unter Kontrolle. Stephane Robitaille mit perfektem Schlagschuss flach ins Netz (32.) und Michi Christ, der Sikoras zunächst unvollendetes Solo doch noch verwertete (34.), schraubten das Resultat vor dem letzten Drittel auf 6:1. Ein Zwischenstand, der auch die letzten Zweifel geklärt hatte. Und dem zunächst lediglich noch einige Wechselspiele in der Kasseler Abwehrformation und der siebte Streich durch einen verdeckten Distanzschuss von Petr Sikora (52.) folgten. Ehe, am Ende, in der Kasseler Einbahnstraße Danny Reiss und Sven Valenti unglücklich kollidierten und Pigache freie Bahn hatte zum 7:2 (58.).
Von Gerald Schaumburg
Schiedsrichter: Schmidt (Brackwede).
Zuschauer: 3426
Tore: 1:0 (6:20) Koziol (Vorel, Kostyrev), 2:0 (7:26) Valenti (Sikora, Christ), 3:0 (17:17) Vorel (Kostyrev, Engel - 5:4), 4:0 (19:14) Sikora (Valenti, E. Grund), 4:1 (25:18) Hrstka (Pigache - 5:4), 5:1 (28:23) Robitaille (Valenti, Sikora), 6:1 (33:56) Christ (Sikora), 7:1 (51:23) Sikora (Engel, Glusanok), 7:2 (57:20) Pigache (Gerike)
Strafminuten: Kassel 10, Königsborn 16 + Spieldauer Krätzer (nach 2x10)
Rubriklistenbild: © Schachtschneider
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