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Huskies gegen Bad Nauheim: Mit Klinge ins Spitzenspiel - Jetzt live

Video: Huskies unterliegen Bad Nauheim 5:6

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Kassel. Es war das erste Derby nach fast 20 Jahren. Am Sonntag gab es nun wieder Eishockey zwischen Kassel und Bad Nauheim. Und was war das für ein packendes, dramatisches und verbissenes Spiel, umkämpft bis zum buchstäblich letzten Schuss - aber mit enttäuschendem Ende für die Huskies.

Im Penaltyschießen traf Landon Gare entscheidend für die Gäste. Nach normaler Spielzeit und Verlängerung hatte es 5:5 (2:3, 1:1, 2:1) geheißen. Es ging von Beginn an richtig zur Sache. So wie sich das für ein Derby gehört, Stimmungsvoll auf den Rängen, bissig und temporeich auf dem Eis.

Auch Tore ließen nicht lange auf sich warten. Die erste Minute war noch nicht abgelaufen, da gingen die Gäste in Führung. Martin Fous hatte Pech, dass der Puck nach Kevin Lavallees Schuss von der Bande an seinen Schoner und ins Tor sprang. Es sollte nicht die einzige unglückliche Aktion des Torhüters sein. Beim 1:3 (15.) servierte er Michel Maaßen den Puck genau auf den Schläger. Und beim Treffer zum 3:4 durch Gare (29.) kam Fous nicht schnell genug von einem Pfosten zum anderen. Von ungefähr kam es nicht, dass Bad Nauheim meist in Front lag. Der Tabellenzweite war oft einen Hauch schneller und gefährlicher.

Vor allem zu Beginn des Mitteldrittels stand Fous so immer wieder im Blickpunkt. Doch die Gastgeber, lautstark angetrieben von ihren Fans, leisteten heftige Gegenwehr. Und vor allem: großen Kampfgeist! Das frühe 0:1 glich Michi Christ keine drei Minuten später nach einer sehenswerten Überzahl-Kombination aus. Nach Maaßens zwei Toren zum zwischenzeitlichen 1:3 sorgte Petr Sikora noch vor der ersten Drittelpause für den Anschlusstreffer. Dumm nur, dass zwischen dem Ausgleichstreffer zum 3:3 durch einen satten Schuss von Patrick Berendt und dem 3:4 Gares ganze 32 Sekunden lagen. So kamen die Schlittenhunde im Mitteldrittel nie richtig zur Entfaltung.

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Und richtig ruppig wurde es auch noch. In der 31. Minute lieferten sich beide Teams eine zünftige Schlägerei, bei der auf Kasseler Seite maßgeblich Manuel Klinge, Sven Valenti und Michi Christ beteiligt waren. Bei den Gästen mischten Christian Franz. Marius Pöpel und Michel Maaßen mit. Die Verteidiger Valenti und Franz kassierten dafür 2+2+10 Strafminuten. Mit dem knappen 3:4 ging es ins Schlussdrittel. In dem hagelte es Strafen, vor allem gegen die Gäste. Höhepunkt: Lavallee erhielt nach einem bösen Foul an der Bande fünf Minuten plus Spieldauer (48.).

Die Huskies brauchten lange, um ihre Überzahlchance zu nutzen. In der 52. Minute erlöste Petr Sikora die Fans, traf zum 4:4. Das war es aber noch lange nicht. Kaum komplett, erzielte Maaßen mit seinem dritten Treffer die erneute Führung. Doch Huskies, die geben halt nicht auf. Wieder erzielten sie ein Überzahltor, wieder war Sikora der Schütze (58.) - und so fiel die Entscheidung erst nach Verlängerung und Penaltyschießen. (frz)

SR: Lenhart (Darmstadt)/ Kissing (Biehl), Z: 5287, Tore: 0:1 (0:54) Lavallee (Schwab), 1:1 (3:02) Christ (Sikora, Valenti - 5:4), 1:2 (7:16) Maaßen (Lavallee, Schwab), 1:3 (14:10) Maaßen, 2:3 (14:42) Sikora (Klinge, Christ), 3:3 (28:02) Berendt (Glusanok), 3:4 (28:34) Gare (Schwab), 4:4 (51:41) Sikora (A. Heinrich, Valenti - 5:3), 4:5 (55:02) Maaßen (Schwab), 5:5 (57:13) Sikora (Valenti - 5:4), 5:6 Gare (Penalty). Strafminuten Kassel 20+ 10 Valenti + 10 Christ, Nauheim 27 + 10 Franz + Spieldauer Lavallee.

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