Kassel. Während Stürmer Manuel Klinge in Vancouver ins olympische Geschehen eingreift, laufen bei seinen Kassel Huskies die Planungen für die kommende Saison.
Knapp zwei Wochen pausiert die Deutsche Eishockey-Liga, hinter den Kulissen basteln die Verantwortlichen unter der Federführung des kommenden Sportdirektors Fabian Dahlem am Kader der Zukunft. Wer bleibt, wer geht, wer hat sich für einen Vertrag empfohlen? Eine Bestandsaufnahme.
Sechs Namen sind da zu nennen: allen voran Klinge. Der 25-jährige Kasseler Nationalspieler, den der designierte neue Eigner Dennis Rossing „das Gesicht der Huskies“ nannte, hat gerade erst für drei weitere Jahre verlängert. Damit ist eine der wichtigsten Personalfragen geklärt. Sie soll Signalwirkung auf andere haben.
Bleiben werden auch Kapitän Hugo Boisvert, die Verteidiger Bryan Schmidt und Derek Dinger, das Eigengewächs Alexander Heinrich und Torhüter Adam Hauser, der die Option auf Vertragsverlängerung zog.
Da ist natürlich die erste Angriffsformation der Schlittenhunde zu nennen. Die Collegefreunde Derek Damon und Josh Soares bilden gemeinsam mit Pierre-Luc Sleigher eine kongeniale Sturmreihe. Alle besitzen nur einen Vertrag bis Saisonende. Damon hat verlauten lassen, die Reihe wolle versuchen, zusammenzubleiben. Über den Stand der Vertragsverhandlungen ist aber derzeit nichts bekannt. Verteidiger Jean-Phillipe Côté wäre ein weiterer wichtiger Stützpfeiler. Er wird aber mit Hamburg in Verbindung gebracht.
Stürmer Thomas Holzmann folgt Trainer Stéphane Richer zu den Freezers, wie sein Manager Stefan Metz bestätigte. Côté soll ihm folgen. Als sicher gilt: Einen neuen Club suchen müssen sich Alex Leavitt und Ryan Kraft. Laut Eishockey News erhalten die Stürmer keinen neuen Vertrag. Kraft hinterließ in den vergangenen Partien zwar erstmals wieder einen guten Eindruck. Der US-Amerikaner ist aber mittlerweile 34 Jahre alt, Leavitt rief zu selten sein Potenzial ab. Auch der seit Monaten verletzte Sean Tallaire steht vor dem Absprung. Zweit-Torhüter Stephen Ritter wurde von Trainer Richer mehrfach fehlende Professionalität vorgeworfen. Keine gute Empfehlung.
Verteidiger René Kramer und Stürmer Fabio Carciola haben die Erwartungen in der laufenden Saison nicht immer erfüllt. Angesichts von zwölf zu besetzenden deutschen Stellen hat dieses Duo aber genug Potenzial, um auch für die kommende Saison infrage zu kommen. Philipp Schlager ist ein Spieler mit großem Kämpferherz, zeigte aber zu wenig Durchschlagskraft im Angriff. Ähnliches gilt für Michael Christ. Beide müssen um ihre Plätze bangen.
Größte Baustelle der Huskies in dieser Saison war die Verteidigung. David Danner, der gern ein Husky bleiben würde, muss das in den verbleibenden Spielen mit starken Leistungen unterstreichen. Für Sebastien Bisaillon, der eine Ausländerstelle besetzt, wird es wohl den Abschied bedeuten. Mike Card hat eine miese Plus-Minus-Statistik von -23 Punkten auf dem Konto. Auch für einen Verteidiger mit deutschem Pass nicht eben die beste Empfehlung.
Von Michaela Streuff und Frank Ziemke
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