Kassel. Nach diesem Wochenende sind die Huskies schlauer. Falls alles nach Wunsch läuft, werden sie sich die Qualifikation für die Playoff-Ausscheidung wohl nicht mehr nehmen lassen, ansonsten muss noch gezittert werden.
Am Freitag geht die Reise nach Unna, wo die Königsborn Bulldogs ab 20 Uhr die Gegner sind, und am Sonntag gastieren ab 18.30 Uhr die Füchse Duisburg in der Kasseler Eissporthalle.
Den Huskies-Fans ist es recht, wenn es heute in Unna nicht so spannend wird wie am 4. November. Damals hatten die Huskies mehr Geduld als den Kasseler Zuschauern lieb war, denn Manuel Klinge wartete mit dem Siegtor zum 5:4 bis elf Sekunden vor der Schlusssirene.
Trainer Jamie Bartman weiß, warum er so lange um den Sieg zittern musste und sagt seinen Spielern vor der Neuauflage: „Lasst euch nicht auskontern.“ Allerdings wird Niels Hilgenberg heute Abend keine Angriffe der Bulldogs verhindern, denn der Verteidiger leidet an einem grippalen Infekt.
Was nicht heißen muss, dass die Huskies mit einem dezimierten Kader nach Unna fahren. Alex Heinrich hat nämlich signalisiert, dass er womöglich fit genug ist, um sechs Wochen nach seinem Daumenbruch wieder mit von der Partie zu sein. „Ich habe während meiner Verletzung fleißig trainiert, sodass ich keinen Konditionsrückstand habe“, sagt Heinrich, und Trainer Bartman fügt hinzu: „Alex hatte den Daumen gebrochen, nicht die Füße.“
Sollte sich das Gefühl für präzise Pässe und gezielte Torschüsse rechtzeitig einstellen, wird dem Außenstürmer eine Spezialschiene verpasst, mit der auch Verteidiger Semen Glusanok kürzlich ausgestattet wurde.
Auch bei Glusanok ist ein Daumen gebrochen. Ihn hat es jedoch nicht so böse erwischt wie Alexander Heinrich. Den könnten die Huskies auch am Sonntag gut gebrauchen, denn die Füchse Duisburg verstärken sich wieder mit den Förderlizenzspielern aus Köln, Düsseldorf und Krefeld.
„Die Duisburger sind läuferisch sehr stark, halten das Tempo hoch und besitzen gern die Scheibe“, sagt Jamie Bartman. Der Huskies-Trainer lässt sich aber trotz der 5:8-Niederlage vom 8. Januar nicht bange machen und sagt auch: „Die Füchse kann man auskontern.“
Von Gerd Brehm
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