Kassel. Der Streit zwischen der DEL und den Kassel Huskies spitzt sich zu: Nachdem die DEL den Kasselern die Lizenz verweigert hat, stellte nun Huskies-Geschäftsführer Dr. Fritz Westhelle Strafanzeige bei der Kölner Staatsanwaltschaft.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Der DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke und der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Wilfried Fabel seien verdächtig, Geheimnisse der Huskies verraten zu haben, erklärt Westhelle. Der Hintergrund: Vertrauliche Angaben der Huskies für die Beantragung der Lizenz (Bilanzen, Preiskalkulation) seien von der DEL an andere Vereine weitergegeben worden. Deren Rechtsanwälte benutzten jedenfalls das Material bei der Anhörung vor dem Kölner Landgericht.
Dr. Fritz Westhelle ist empört: "Damit ist eine neue Qualität erreicht. Das ist strafbar. Da muss es bei der DEL jetzt Rücktritte geben." Die Anwälte der DEL vertreten gleichzeitig auch einige DEL-Vereine. Gegen den Lizenzentzug werden die Huskies weiter kämpfen. Sie werden nun das Schiedsgericht der Eishockey-Liga anrufen. Westhelle: "Wir sind weiter optimistisch. Wir werden siegen und spielen."
Auch die Frankfurt Lions, denen ebenso am Mittwochabend mit sofortiger Wirkung die Lizenz entzogen worden war, berieten am Donnerstag über die nächsten Schritte. "Wir haben noch die Möglichkeit, vor das Schiedsgericht zu ziehen. Aber unter den derzeitigen Umständen müssen wir uns das gut überlegen", sagte Lions-Boss Siggi Schneider der Bild-Zeitung: "Wir haben alles getan, sogar noch einmal eine siebenstellige Summe als Bürgschaft durch die Gesellschafter aufgebracht. Jetzt sollten wir weitere 600.000 Euro bar auf den Tisch legen. Das machen wir nicht." (tho/tat)
Freitag ab 12 Uhr:
Live-Ticker von der Gesellschafter-Versammlung der DEL in Köln
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