Köln/Kassel. Die Kassel Huskies haben erneut gegen die DEL vor dem Landgericht Köln gewonnen. Damit ist klar, dass sie vorerst in der DEL spielen werden. Ein Kommentar zum Urteil.

Videobeschreibung (+Laufzeit oder Datum siehe Original).
Das Urteil des Kölner Landgerichts ist eine Ohrfeige für die DEL und ihre Funktionäre. Und es ist unfassbar, dass sie nach diesem eindeutigen Signal vor Gericht weiterstreiten wollen – koste es, was es wolle. Verantwortung gegenüber den Gesellschaftern und auch der Sportart an sich zumindest sieht anders aus. Es passt aber zu dem ganzen DEL-Gebilde, dass es offenbar keinen darin gibt, der die handelnden Funktionäre stoppt und eine einvernehmliche Lösung anstrebt.
Die Reaktionen auf das Urteil zeigen aber noch etwas anderes, etwas Generelles: dass der Sport immer noch glaubt, fernab jeglicher ordentlichen Gesetze fungieren zu können. Das ist nachzuvollziehen, wenn es um rein spieltechnische Fragen geht. Kein ordentliches Gericht soll schließlich entscheiden, ob ein Puck oder Ball bei einem Spiel im Tor war.
Die Ausgrenzung der ordentlichen Gerichte ist aber nicht haltbar, wenn es sich um das Geschehen fernab des sportlichen Betätigungsfeldes handelt – und um das Miteinander der Klubs, um das Miteinander von Wirtschaftsunternehmen. Hier darf der Sport keine eigenen Regeln aufstellen. Deshalb ist das Urteil auch eine Warnung an viele Sportverbände, die meinen, alles allein regeln zu können.
Von Florian Hagemann
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