13409.03.1009.03.10|Kassel Huskies|163 Kommentare
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Kassel. Den Kassel Huskies droht die Zahlungsunfähigkeit. In einem Brandbrief an die Sponsoren des Erstliga-Eishockeyteams bittet der designierte Huskies-Eigner und Multihallen-Investor Dennis Rossing nun um Geld.

© Foto: Fischer
Kassel Huskies, Neujahrsempfang 2010. V.l. Dennis Rossing, Bertram Hilgen, Rainer Lippe
Eine kurzfristige Beihilfe sei ebenso nötig wie verbindliche Sponsorenzusagen für die beiden nächsten Saisons bis 2012, schreibt Rossing an die potenziellen Geldgeber. Nur dann könne eine aktuelle Liquiditätslücke überbrückt und eine positive Fortführungsprognose, wie er das nennt, erstellt werden.
Bis zum 15. März sollen sich die Sponsoren verbindlich zu den Schlittenhunden bekennen. Nur dann könne eine mögliche Insolvenz aufgrund von Zahlungsunfähigkeit vermieden werden.
Rossing: „Wir bitten Sie, hier schnelle Hilfe zu leisten, da dies ansonsten das endgültige Ende der Geschichte der Huskies bedeutet.“
Nach Informationen unserer Zeitung fehlen den Huskies aktuell 200 000 bis 250 000 Euro – ein Betrag, der bis Ende April, wenn weitere Spielergehälter fällig sind, locker auf 600 000 bis 700 000 Euro wachsen kann.
Insider sprechen davon, dass beim Lauf der Dinge Huskies-Eigner Rainer Lippe Ende nächste Woche Insolvenz beantragen müsste. So wird auch klar, warum Rossing in dem Schreiben an die Sponsoren um eine Antwort bis zum 15. März gebeten hat. Bis dahin will er verbindliche Zusagen für frisches Geld vorweisen.
Das Umfeld Rossings dagegen verweist darauf, dass die Prüfung der finanziellen Lage erst nach dem 8. Februar möglich war – jenem Tag, an dem Rossing sich bereit erklärt hat, die Gesellschaftsanteile der Huskies übernehmen zu wollen. Dem wiederum widerspricht die Gegenpartei: Die finanziellen Probleme der Huskies seien frühzeitig angesprochen worden.
Viele Fans fragen sich, warum nicht Rossing selbst Geld in die Kasse der Huskies legt. Der Investor hat geheiratet und ist derzeit nicht zu erreichen, um diese Frage zu beantworten. Kassels Oberbürgermeister Bertram Hilgen appelliert an die Sponsoren: „Jetzt gilt es, aus der guten Stimmung konkrete finanzielle Zusagen zu machen.“
Hilfe bis Ende nächster Woche nötig – sonst stehen die Schlittenhunde vor dem Aus
Es wird eine positive Nachricht verkündet: Dank des massiven Einsatzes aus Politik und Wirtschaft sind über eine Million Euro zusammengekommen. Die DEL-Lizenz kann fristgerecht beantragt werden. Es gibt aber auch die Nachricht, dass eine Finanzlücke bleibt. „Wir haben noch ein Delta. Das muss gefüllt werden“, sagt Hilgen.
Vor allem Eichel reagiert ungehalten auf Fragen, ob vor der nächsten Saison eine neue Rettungsaktion kommen müsse. Kein Jahr später steht fest: Die Rettungsaktion ist bitter nötig. Und die Finanzlage der Huskies schlechter als je zuvor.
Dennis Rossing, designierter Huskies-Eigner und Investor der geplanten Multihalle auf dem Salzmann-Gelände im Stadtteil Bettenhausen, hat einen Brief an die Sponsoren der Schlittenhunde geschrieben. Darin bittet er eindringlich um finanzielle Unterstützung. Die Sponsoren sollen die ansehnliche Lücke im Huskies-Etat kurzfristig schließen und zudem Geldzusagen bis 2012 machen.
Damit soll Erstliga-Eishockey in Kassel auch mal über die aktuelle Saison hinaus finanziell abgesichert werden. Denn die stetige Bettelei der zurückliegenden Jahre, um Finanzlöcher bei den Huskies zu stopfen, ist Rossings Sache nicht.
Er hat im Februar klargemacht, dass er zur Übernahme der Huskies bereit ist, wenn sich genügend Sponsoren finden und die ganze Region mitzieht. Jetzt hat sich im Verlauf der Prüfung der Bücher vor der Übernahme der Gesellschafteranteile eine neue Finanzlücke aufgetan. Und Rossing scheint nicht bereit, allein die Kasse aufzufüllen.
Die Zeit jedoch drängt. Eine Überweisung der kurzfristigen Finanzhilfe der Sponsoren wird bis zum 19. März erbeten. Dieser Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt. An diesem Tag würde der Rechtsanwalt des derzeitigen Huskies-Eigners Rainer Lippe, Dr. Andreas Nodoushani, dem Vernehmen nach Antrag auf Insolvenz stellen.
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