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Huskies in der zweiten Liga? Sympathien, doch die Vorbehalte überwiegen

Huskies in der zweiten Liga? Sympathien, doch die Vorbehalte überwiegen

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Kassel. In der Bundesliga wird den Huskies nicht nur Begeisterung entgegengebracht. Sie müssen mit Bedenken rechnen bei den Teams, denen sie beim Ziel Meisterschaft in die Quere kommen könnten (Schwenningen, Bietigheim, Ravensburg).

Bei denen, deren Weg zum Klassenerhalt steiniger werden könnte. Und bei denen, die von der wirtschaftlichen Solidität der Nordhessen nicht überzeugt sind. „Wie wollen denn die Kasseler in der zweiten Liga wirtschaftlich überleben, wenn sie selbst für die lukrativere DEL nicht genügend Geld zusammenbekommen und dort wegen zu hoher Schulden keine Lizenz erhalten?“, fragt Ernst Rupp. Der Geschäftsführer der Heilbronner Falken sieht zunächst keine Zukunft der Huskies in Liga zwei: „Wenn wir sie aufnehmen, bekommen wir nie eine klare Linie rein.“

Auch der Schwenninger Manager Stefan Wagner ist eher skeptisch: „Ich hege große Sympathie für die Kasseler und für Fabian Dahlem. Spiele in und gegen Kassel sind von der Stimmung her immer etwas Besonderes, auch bei der Freigabe für Andreas Renz haben sich die Huskies super verhalten“, sagt der Schwarzwälder. „Aber mit ihrem Auftreten in den letzten Wochen haben sich die Verantwortlichen wenig Freunde gemacht. Da gibt es sicher Vorbehalte und Sorgen um neue Turbulenzen. Ich kann mir spontan nicht vorstellen, dass am 17. September die Kasseler in unserer Liga spielen. Sie haben im Gegensatz zu allen anderen Klubs bis zum heutigen Tag keinen Antrag auf Aufnahme gestellt, nicht einmal ein ähnliches Signal ausgesendet.“ Landshuts Trainer Tobias Abstreiter, der Ex-Kasseler, sieht bei der Organisation des Spielbetriebs mit den Huskies nur wenig Probleme, da an jedem Spieltag ohnehin ein Team als Gegner zur Verfügung stünde. „Der Aufwand für die Liga wäre gering, es wird wohl eher eine Frage des Willens und der Finanzen.“

„Für die Fans wären neue Duelle zwischen Kassel und Hannover eine tolle Sache“, sagt Dirk Wroblewski, Geschäftsführer der Indians. „Aber das Sommertheater der Huskies kann man nicht einfach tolerieren. Ich sehe nicht, dass das in dieser Saison noch etwas wird. Vielleicht sollten die Kasseler erst einmal ihre Strukturen und ihr Personal ändern und wie früher der KSV Hessen im Fußball wieder ganz unten neu beginnen.“

Mehr Klarheit über die Perspektive zweite Liga wird es wohl erst ab Montag geben. Dann kehren DEB-Generalsekretär Franz Reindl und Oliver Seeliger, der Geschäftsführer der ESBG, aus dem Urlaub zurück. (sam)

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