Herford. Weder die knapp zweiwöchige Spielpause hat dem Erfolgshunger des Eishockey-Oberligisten Kassel Huskies etwas anhaben können, noch die ungewohnte Anfangszeit um 21 Uhr. Mit 6:0 (1:0, 4:0, 1:0) haben die Huskies am Samstagabend bei den Ice Dragons aus Herford gewonnen.
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Allerdings stemmten sich die Gastgeber vor knapp 1000 Zuschauern, darunter 500 Kasseler Anhänger, in der Eissporthalle Im Kleinen Feld lange erfolgreich gegen die drohende Niederlage. Bereits die ersten Minuten waren typisch für den gesamten Spielverlauf: Die Huskies machten Druck, die Herforder wehrten sich nach Kräften, störten Nachschüsse und erkämpften sich den Respekt des hohen Favoriten.
In der dritten Minute schlugen die Huskies trotzdem zu: Jiri Mikesz brachte die Gäste mit 1:0 in Führung. In der 10. Minute vergaben die Ice Dragons eine ihrer wenigen Offensivchancen, als Jeff Keller überraschend und allein vor Kassels Tor auftauchte, aber gegen den bis dahin kaum geprüften Adam Ondraschek erfolglos blieb. Kassels Michael Christ und Florian Böhm fehlte ebenfalls Glück im Abschluss. Sie setzten ihre Schüsse jeweils haarscharf an den Pfosten des Herforder Tores vorbei.
Fünf Minuten vor Ende des ersten Drittels verletzte sich Herfords Torhüter Lars Morawitz, für ihn kam Jacob Lamers. Das zweite Drittel begann mit einem schier übermächtigen Powerplay auf das Tor der Gäste – doch es dauerte, bis Kassel daraus Kapital schlug. Alexander Engel (32.) eröffnete mit einem gekonnten Schlagschuss den Torreigen zum 2:0. Knapp zwei Minuten später erhöhte Artjom Kostyrev (34.) auf 3:0. Herford geriet nun sichtlich aus dem Konzept der disziplinierten Abwehrarbeit. Zu stürmisch drückten die Ice Dragons aufs Kasseler Tor. Husky Manuel Klinge nutzte diese Phase der Unbedachtheit gleich zweimal in der 40. Minute aus, bediente Michael Christ mit zwei klasse Vorlagen.
Innerhalb von nur neun Sekunden erhöhte der Linksaußen so per Doppelschlag auf 5:0 (40.). Im letzten Drittel änderte sich nicht mehr viel. Nach dem 6:0 durch Sven Valenti (47.) war die Messe gelesen. Die Gäste nahmen das Tempo raus, und Adam Ondraschek bekam noch einige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen und einen Anschlusstreffer der Herforder zu verhindern. Bartman zollt Respekt Entsprechend fiel das Fazit von Huskies-Trainer Jamie Bartman aus.
Er sagte: „Herford hat sehr kompakt in der Defensive gespielt. Wir haben außerhalb Platz gehabt, aber vor dem Tor war wenig Raum. Herfords Torhüter hatten ein sehr gutes Spiel, wir zu wenige Chancen für Nachschüsse. Wir sind im ersten Drittel mit Geduld drangeblieben, obwohl wir viele Chancen hatten. Dafür sind wir im zweiten Drittel belohnt worden. Ich bin zufrieden mit dem Spiel, aber es war nicht leicht.“
Von Alexander Jenniches
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