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Kassel Huskies: Ein Triumph mit harter Arbeit

Kampfstark und konzentriert: Nach Huskies-Erfolg über starke Duisburger fehlt nur noch ein Sieg

Huskies: Ein Triumph mit harter Arbeit

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Kassel. Natürlich waren es die gewonnenen Punkte, die die Herzen der Huskies nach dem 5:2 gegen Duisburg höher schlagen ließen. Am Sonntagabend aber rundeten erst das vollmundige Lob des Gegners und der Blick nach Frankfurt den perfekten Eishockey-Abend in der Eissporthalle ab.

„Wir haben neun Punkte Vorsprung auf Frankfurt, aber wir sind noch nicht durch. In dieser Liga sind ja plötzlich die tollsten Resultate möglich“, mahnte Sportchef Daniel Lammel. „Aber natürlich müsste es mit dem Teufel zugehen, wenn wir nicht unter den vier Besten bleiben würden.“ Ein Sieg noch muss her zum Weiterkommen. Dafür gibt es vier Chancen: Die erste schon am Freitag (19.30 Uhr) im nächsten Topspiel gegen Dortmund, drei weitere in Ratingen (Sonntag), in Hamm (17.2.) und schließlich gegen Bad Nauheim (19.2., 18.30 Uhr).

„Ihr Kasseler habt die beste Mannschaft und könnt in der Tabelle nach oben blicken“, erklärte Franz Fritzmeier. Der Trainer haderte nicht lange mit der Pleite seiner Füchse, denn der Huskies-Sieg war absolut verdient: „Wir wussten, dass um Manuel Klinge herum die besten Individualisten der Liga spielen. Heute aber waren die Kasseler als Mannschaft bereit und haben als eine ganz kompakte Truppe gesiegt.“

Genau das macht diesen Erfolg so wertvoll und zum Fingerzeig für die künftigen Herausforderungen gegen ähnlich laufstarke, schnelle Gegner: Nicht nur Torsteher Martin Fous war diesmal über 60 Minuten voll konzentriert und ein fehlerloser Rückhalt, auch seine Vorderleute zeigten keine Schwächephase bei ihrer effektivsten Abwehrarbeit.

Hatten die Gastgeber zunächst die flinken Füchse noch mit allzu vielen Querpässen zum Kontern förmlich eingeladen, so kamen sie ab dem zweiten Drittel nicht mehr durch die Mitte, sondern verstärkt und leichtfüßig über die Außenbahnen. Duisburgs Taktik war durchkreuzt.

„Das war ein Schlüssel zum Erfolg“, freute sich Trainer Jamie Bartman. Er konnte aber auch zufrieden sein mit einer 75-Prozent-Erfolgsquote im Überzahlspiel und dem starken Auftritt der neu formierten dritten Reihe. „Flori Böhm und Marc Roedger auf Außen, dazu Christoph Koziol in der Mitte - dieses Trio hat einen tollen Job gemacht“, lobte Bartman. Kein Tor kassiert und das 5:2 durch Roedgers´ Kracher ins Dreieck erzielt, da strahlte auch der Torschütze.

„Wir wollten hart arbeiten, wenig Fehler machen und die Duisburger Verteidiger unter Druck setzen - all das haben wir prima umgesetzt“, bilanzierte Marc Roedger. Er machte den Sack zu, nachdem Danny Reiss mit perfekt-präzisem Handgelenk-Schuss das entscheidende 4:2 erzielt hatte (52.) und sein ersten Heimtor im Kasseler Dress ausgiebig bejubelt hatte. Jamie Bartman: „Dieser Treffer hat Duisburg die Luft genommen.“ Und die Spaß am Spielen mit diesen starken Huskies.

Hintergrund: So geht`s weiter

Playoff-Ausscheidung startet am 24. Februar

Den vier letzten Spieltagen der Oberliga West folgt ab 24. Februar die Ausscheidung für die bundesweiten Playoffs. Dafür qualifizieren sich aus der Westgruppe der Huskies die vier Topteams sowie die Meister und Vizemeister aus den Gruppen Ost und Nord. Insgesamt also acht Teams, die bis zum 11. März - aufgeteilt in zwei Vierergruppen - in Hin- und Rückspielen je zwei Starter für die Playoffs zum Zweitliga-Aufstieg mit den vier Süd-Besten ermitteln:

Gruppe A: 1. West, 1. Nord, 2. Ost, 4. West

Gruppe B: 1. Ost, 2. West, 2. Nord, 3. West

Die aktuellen Ranglisten

Norden: 1. Rostock 28 Spiele/72 Punkte, 2. Timmendorf 25/59, 3. Braunlage 25/57, 4. Hannover Braves 25/51

Osten: 1. Halle 28/63, 2. Erfurt 30/57, 3. Leipzig mit Ex-Husky Jedrzej Kasperczyk 28/50, 4. Fass Berlin 27/47

Süden: 1. Peiting 35/73, 2. B. Tölz 33/63, 3. Selb 36/60, 4. Füssen 35/58, 5. Deggendorf 33/50

Wichtig: Nur der Oberliga-Meister kann in die zweite Liga aufsteigen. Und: Der Schlüssel zur Erstellung einer Oberliga-Rangliste aus der Playoff-Ausscheidung ist kompliziert. Am Ende stehen diese Playoff-Paarungen für die Serien auf drei Siege (best of five) ab 16. März:

1. Nord/Ost/West - 4. Süd

1. Süd - 4. Nord/Ost/West

2. Nord/Ost/West - 3. Süd

4. Süd - 3. Nord/Ost/West

Von Gerald Schaumburg

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