Unna. Drei Punkte wollten die Kassel Huskies aus Unna mitnehmen - und das haben sie geschafft: 11:1 (1:0; 5:0; 5:1) gewannen die Schlittenhunde am Freitag gegen die Königsborn Bulldogs.
Begleitet wurden die Huskies von über 400 Schlachtenbummlern, was in der 160 Kilometer entfernten Eissporthalle Unna für Heimspiel-Atmosphähre sorgte. Für die gastgebenden Königsborner war es daher doppelt so schwer, gegen den Favoriten zu bestehen.
Dennoch taten sich die Huskies zunächst schwer und sorgten durch unnötige Strafzeiten dafür, dass Königsborn trotz nur 13 Feldspielern im Spiel blieb. Bis zur Mitte des ersten Drittels blieb das Spiel ohne echte Torchance, dann gelang den Bulldogs ein Konter, jedoch scheiterte Sebastian Pigache an Martin Fous.
Allmählich bauten die Königsborner Druck auf, wurden jedoch in der 13. Minute eiskalt erwischt, als Stephane Robitaille mit einem eiskalten Schuss von der blauen Linie für die Führung der Huskies sorgte. Das erste Drittel wurde schnell gespielt, blieb ohne große Unterbrechnungen, wodurch die Huskies ihre konditionellen Vorteile ausspielen konnten. Trotzdem gelang gegen die aufopferungsvoll kämpfenden Königsborn bis zur Pause kein weiteres Tor.
Im mittleren Abschnitt machten sich bei den Hausherren allmählich die schweren Beine bemerkbar. Der schnelle Treffer zum 2:0 durch Manuel Klinge in der 23. Minute war daher die logische Konsequenz. In der 25. Minute erhöhte Marek Vorel sogar auf 3:0. Nun war der Bann gebrochen, lediglich die Kassel Huskies nahmen am Spiel teil. Durch zwei Treffer von Petr Sikora (29.) und Antjom Kostyrev stand es zur Spielhälfte bereits 5:0 für Kassel.
Nun war auch die letzte Gegenwehr der Königsborner verflogen, sodass auch eine Auszeit der Bulldoggen nach dem 0:5-Rückstand nicht fruchtete. Stattdessen nutzten die Huskies ein 4-gegen-3-Überzahlspiel durch Christoph Koziol zum 6:0. Einzig der Kampfgeist der tapferen Königsborner verhinderte, dass die Huskies bis zur zweiten Pause noch höher führten.
Im Schlussdrittel war der Drops gelutscht, so dass der achte Treffer durch Semen Glusanok in der 44. Minute nicht weiter verwunderte. Die Huskies schalteten nun einen Gang zurück, was den Bulldogs gelegen kam. Der Ehrentreffer durch Patrick Schnieder zum zwischenzeitlichen 1:8 konnte daher nur als Geschenk betrachtet werden.
Den Fans war das Spiel mittlerweile egal, sie feierten sich bei ihrem „Heimspiel“ selbst. Das 9:1 durch Marc Roedger in der 47. Minute fiel daher kaum noch auf. Zweistellig wurde es dann in der 52. Minute, als Daniel Reiss ein Überzahlspiel zum 1:10 nutzen konnte. Im weiteren Verlauf passierte mit Ausnahme einer Rangelei vor der Königsborner Bank nicht viel. Dass Marc Roedger zwei Minuten vor Spielende doch noch auf 11:1 erhöhte, war am Ende fast noch überraschend.
Mit diesem Sieg hat sich die Mannschaft für das Spiel am Sonntag warm geschossen. Die Duisburger gewannen übrigens gegen Bad Nauheim überraschend deutlich mit 6:3, so dass ein spannendes Spiel garantiert sein wird.
SR: Heffler
Zuschauer: 579
Tore: 12:51 0:1 Robitaille (Koziol, Vorel), 22:53 0:2 Klinge (Sikora), 24:15 0:3 Vorel (Koziol), 28:03 0:4 Sikora (Christ , Klinge), 30:22 0:5 Kostyrev (Robitaille, Vorel), 32:11 0:6 Koziol (Reiß, Vorel), 40:43 0:7 Sikora (Christ, Reiss), 41:45 0:8 Glusanok (Kostyrev), 43:06 1:8 Schnieder (Kuchnia, Gerike), 46:14 1:9 Roedger (Böhm, Reiss), 51:36 1:10 Reiss (Vorel), 58:19 1:11 Roedger (Reiss)
Strafminuten: Königsborn 10 - Kassel 20
Von Ralf Kowalsky
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