Keine DEL-Lizenz für München

DEL schrumpft: Keine Lizenz für München

1216.05.1016.05.10|Kassel Huskies|9 Kommentare
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München. München ohne Lizenz und Frankfurt vor der Insolvenz: Der Deutsche Eishockey-Liga (DEL) droht ein gravierender Schrumpfungsprozess. Am Samstag hatten die Gesellschafter der deutschen Eliteklasse dem Zweitliga-Meister EHC München mitgeteilt, dass er für die kommende DEL-Saison keine Lizenz erhalten wird.

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Trotz einer Fristverlängerung reichte der Münchner Eishockeyverein nach Angaben der DEL keine vollständigen Bewerbungsunterlagen für die Saison 2010/2011 ein. „Die Zeit war abgelaufen, da gab es keinen emotionalen Spielraum mehr“, bestätigte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag.

Zuvor hatten bereits offene Fragen um die Zukunft der finanziell angeschlagenen Frankfurt Lions und Kassel Huskies für Unruhe in Deutschlands Elite-Liga gesorgt. Die Anzahl der teilnehmenden Clubs in der kommenden Saison ist somit noch völlig offen, nachdem der Rückzug der Duisburger Füchse in der Vorsaison die DEL auf zunächst 15 Clubs reduziert hatte. „Wenn wir 12 sind, sind wir 12.

Wenn wir 16 sind, sind wir 16“, sagte Tripcke, der keine „strategische Diskussion“ darüber anstoßen wollte. München hatte sich Ende April in der Zweitliga-Finalserie gegen die Schwenninger Wild Wings sportlich für die deutsche Eliteliga qualifiziert.

© FischerGernot TripckeDie DEL mahnte vor allem an, dass die nötige Sicherheitsleistung in Höhe von 816.000 Euro für die Übernahme eines Geschäftsanteils an der Ligagesellschaft nicht erbracht worden sei. „Das ist aber eine zwingende Voraussetzung für die Lizenzerteilung“, sagte Tripcke und zeigte sich verwundert: „Im Vorfeld hörte sich das aus München sehr engagiert an. Wir waren großzügig und haben München statt fünf sogar sechs Werktage als Fristverlängerung genehmigt. Aber als dann am Samstagabend immer noch nichts da war, mussten wir handeln. Unsere Statuten sind da eindeutig.“

Erst am Freitag war bekanntgeworden, dass mit den Frankfurt Lions der DEL-Meister von 2005 von der Insolvenz bedroht ist. „Im Moment haben wir keinen Kontakt zu Frankfurt. Wir müssen da abwarten“, sagte Tripcke. Nach dem Rückzug der Commerzbank fehlt den Frankfurtern ein Sponsor. Die Gesellschafter, die schon über fünf Millionen Euro in den Verein investiert haben, sind offenbar nicht bereit, weiteres Geld locker zu machen.

Eindeutiger sieht Tripcke die Lage im Fall der Kassel Huskies. Die finanziell maladen Nordhessen haben ein Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung eröffnet, aus diesem Grund droht den Nordhessen nun der Rausschmiss aus der DEL. „Auch hier sind unsere Statuten eindeutig“, sagte Tripcke, der von einem baldigen Ausschluss Kassels ausgeht. Beschließen könnten ihn die DEL-Gesellschafter mit einer Dreiviertel-Mehrheit.

Die jüngste Versammlung musste in der vergangenen Woche allerdings wegen eines Formfehlers abgebrochen werden. Die Entscheidung soll nun am Mittwoch fallen. Wann die nächste Gesellschafterversammlung der DEL stattfindet, steht derzeit nioch nicht fest. (dpa)

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Eishockey-Oberliga

  • Tabelle
  • Ergebnisse
PlatzMannschaftToreDiffPunkte
1Rote Teufel Bad Nauheim58:273124
2EHC Dortmund57:302724
3EC Kassel Huskies64:352921
4EV Füchse Duisburg43:311221
5Löwen Frankfurt41:37412
6Bulldogs Königsborn29:63-349
7Ratinger Ice Aliens29:66-376
8Hammer Eisbären24:56-323

für den 5. Spieltag

HeimGastSpiel
EV Füchse DuisburgRote Teufel Bad Nauheim6:3
Bulldogs KönigsbornEC Kassel Huskies1:11
Ratinger Ice AliensLöwen Frankfurt2:5
Hammer EisbärenEHC Dortmund2:8
EC Kassel HuskiesEV Füchse Duisburg5:2
Löwen FrankfurtHammer Eisbären3:7
Rote Teufel Bad NauheimBulldogs Königsborn4:2
EHC DortmundRatinger Ice Aliens5:4

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