Kassel. Die Eissporthalle bleibt weiterhin eine Festung der Kassel Huskies: Auch die Hammer Eisbären, bisheriger Favoritenschreck der Eishockey-Oberliga West, mussten Freitagabend ohne Beute abreisen. Mit 10:2 (3:0, 3:1, 4:1) siegten die Huskies gegen unerwartet zahme Eisbären vor 3122 Zuschauern.
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Die Huskies hatten aus der Partie gegen Dortmund ihre Lehren gezogen. Bissig sollten sie aus der Kabine kommen, hatte ihr Trainer Jamie Bartman nach dem verschlafenen Auftakt gegen den EHC gefordert. Und daran hielten sich Huskies - und schienen den Fußballern des KSV Hessen nacheifern zu wollen, die im Auestadion schon nach 56 Sekunden gegen Bayern II in Führung gegangen waren.
Nur zwei Sekunden länger brauchten die Schlittenhunde, als Marc Roedger mit einem feinen Pass für Jiri Mikesz auflegte. Der knallte den Puck in den linken Winkel zur schnellen 1:0-Führung. Und auch in den nächsten Minuten kannten die Huskies nur eine
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Richtung: Mit Vollgas in Richtung Tor des Hammer Schlussmannes Benjamin Voigt. Er entschärfte zunächst mehrere gute Gelegenheiten der Kasseler, auch in der 5. Minute wehrte er noch einen Schuss von Kassels Angreifer Michael Christ ab. Doch den Abpraller verwertete Huskies-Kapitän Manuel Klinge abgeklärt zum 2:0. Damit war alles bereitet für die nächste Huskies-Party.
Die Fans auf dem Heuboden begannen zu tanzen, stimmten die La-Ola-Welle an. Und die Mannschaft auf dem Eis bedankte sich prompt: Alexander Heinrich beweist an der blauen Linie ein gutes Auge, passte auf Mikesz und der ließ dem leidgeprüften und von seinen Vorderleuten häufig allein gelassenen Voigt erneut keine Chance. 3:0. Eine deutliche und äußerst verdiente Führung. Denn von den Gästen ging kaum Gefahr aus. Lediglich zwei, drei zwingende Chancen standen sbei ihnen nach zwei Dritteln zu Buche. Alle jedoch wurden sichere Beute des mal wieder tadellosen Huskies-Torhüters Fous.
Einzig beim 1:4-Anschlusstreffer durch Christian Gose – Michael Christ hatte zwischenzeitlich in Überzahl auf 4:0 erhöht – hatte er die Hand zu spät oben (24.). Die kurze Druckphase der Gäste aber beendeten die Huskies jedoch schnell wieder. Erneut Christ und Alexander Heinrich bauten mit ihren Treffern zum 5:1 (35.) und 6:1 (38.) die Kasseler Führung wieder aus. Wer jedoch dachte, die Huskies würden sich im Schlussdrittel auf ihrer Führung ausruhen, der wurde eines Besseren belehrt. Die Huskies spielten weiter munter nach vorn und belohnten sich durch die Tore von Artjom Kostyrev zum 7:1 (46.), von Patrick Berendt zum 8:2 (52.), Petr Sikoras Treffer zum 9:2 und erneut Mikeszs Treffer zum 10:2-Endstand (59.) selbst. Das Gegentor durch Nieberle war Ergebniskorrektur.
Auch der guten Laune auf den Rängen tat das keinen Abbruch. Denn da sangen die Zuschauer schon längst wieder „Oh wie ist das schön.“
Von Michaela Streuff
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