Kassel. Nur noch 80 Sekunden: Die Huskies liegen im Zwischenrundenspiel der Oberliga West gegen den EHC Dortmund mit 0:2 zurück und haben - so scheint es - verloren. Aber Huskies geben niemals auf.
Ein ganz kleines bisschen Hoffnung haben die Huskies-Fans unter den mehr als 5000 Zuschauern, als Michi Christ einen Schuss von Stephane Robitaille zum Anschlusstreffer abfälscht, aber jetzt läuft den Huskies die Zeit weg.
Allerdings kann man auch 33 Sekunden vor der Schlusssirene noch ein Tor schießen. Das macht Sven Valenti aus halblinker Position, und das gibt Verlängerung. In der sind nur noch zehn Sekunden zu spielen, sodass sich Fans und Spieler so langsam auf das Penaltyschießen vorbereiten. Aber nicht Manuel Klinge, denn der Huskies-Kapitän will keinen Penalty schießen, sondern entscheidet das Spiel lieber mit einem verdeckten Schuss.
Die Huskies gewinnen 3:2 (0:0, 0:1, 2:1/1:0) nach Verlängerung, und ihre Fans sind aus dem Häuschen. Aber nun der Reihe nach. Das erste Drittel war geprägt von hohem Tempo, bissigen Defensivaktionen und einem grandiosen Solo. In der 16. Minute holte sich Petr Sikora die Scheibe im eigenen Drittel, war einfach nicht aufzuhalten, kam zum Schuss, fand aber in Dortmunds Torwart Benjamin Finkenrath seinen Meister. Die zweitbeste Kasseler Torchance hatte Sven Valenti in der zwölften Minute. Aber auch bei dem Schuss des Huskies-Verteidigers aus fünf Metern war Finkenrath auf dem Posten. Dann aber waren Kassels Fans gespannt, ob sich drei Huskies gegen die Übermacht von fünf Dortmundern erfolgreich zur Wehr setzen würden. Die Antwort gab der Dortmunder Nils Liesegang nach wenigen Sekunden. Seinen nicht unhaltbaren Schuss aus spitzem Winkel ließ Martin Fous passieren. Dortmunds Trainer Frank Gentges schickte nun auch öfter seinen dritten Block aufs Eis, aber im Blickpunkt stand jetzt Benjamin Finkenrath. Dortmunds Torwart parierte Schüsse von Christ, Robitaille sowie Vorel und war auch bei Berendts verkapptem Bauerntrick zur Stelle.
Auf der anderen Seite machte Fous seinen Fehler mit zwei Glanzparaden bei Schüssen von Ryan Martens wett, sodass nach dem zweiten Drittel noch alles drin war. Der EHC Dortmund führte mit 1:0, und die Frage war jetzt, ob Finkenrath mal eine Schwäche zeigen würde. Zunächst aber wurde der Dortmunder Torwart gar nicht geprüft, und in der 48. Minute vertändelte Michi Christ eine Riesenchance, als er vor Finkenrath auftauchte. Die Entscheidung - so schien es - fiel vier Minuten vor der Schlusssirene. Als der Dortmunder Frank Petrozza die Scheibe im Kasseler Kasten unterbrachte, waren wieder nur drei Huskies gegen fünf Dortmunder auf dem Eis.
Dann aber kam - siehe oben - dieser sensationelle Kasseler Endspurt. Schiedsrichter: Seckler (Augsburg) - Zuschauer: 5386 Tore: 0:1 (21:12) Liesegang (Kreuzmann, Petrozza - 5:3), 0:2 (55:46) Petrozza (Liesegang, Michl - 5:3), 1:2 (58:40) Christ (Robitaille, Klinge - 4:4), 2:2 (59:27) Valenti (Robitaille - 6:5), 3:2 (64:50) Klinge (Robitaille) Strafminuten: Kassel: 10 - Dortmund: 10
0:1 - Martens (Dortmund)
0:2 - Petrozza (Dortmund)
1:2 - Michael Christ (Huskies)
2:2 - Sven Valenti (Huskies)
3:2 - Manuel Klinge (Huskies)
Facebook 'Like Box' wird geladen...




Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.